Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für frühclaudischer

vespasianischer    0.846184

domitianischer    0.841673

antoninischer    0.817425

frühtiberischer    0.816509

neronischer    0.810344

trajanischer    0.800488

flavischer    0.798041

spätflavischer    0.797143

späturuk    0.792353

spätstaufischer    0.790834

Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für frühclaudischer

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Iuliomagus (Schleitheim) In einer späteren Veröffentlichung zeigt jedoch auch Jürgen Trumm Zustimmung zur ‚Historiker-Variante‘: „Ausgehend von frühzeitlichen Truppenlagern in Zurzach und Hüfingen könnte die zivile Aufsiedlung des Klettgaus bereits in spättiberisch-frühclaudischer Zeit erfolgt sein, wie dies für das westlich anschließende Oberrheingebiet immer wahrscheinlicher wird.“
Asciburgium An die Stelle der "Cohors Silaucensium" trat in frühclaudischer Zeit (etwa 41 n. Chr.) mit der "Ala I Tungrorum Frontoniana" erstmals eine "Ala", eine Kavallerieeinheit von knapp 500 Mann Stärke, die ursprünglich im Gebiet der Tungerer ausgehoben worden war und den Beinamen "Frontoniana" trug. Auch ihre Existenz ist durch die Grabinschrift eines ihrer Reiter gesichert:
Stadt auf dem Magdalensberg Zur Zeit des Tiberius wurde der Podiumtempel an der Nordseite errichtet, zunächst mit viersäuliger Fassade. In dieser Zeit gab es im östlichen Forumsbereich einen großen Brand, bei dem vor allem Wohnbauten und Warenlager zerstört wurden. In frühclaudischer Zeit wurde der Umbau zu einem Peripteraltempel mit sechssäuliger Fassade begonnen, aber nicht mehr beendet. Die Buntmetallwerkstätten östlich des Forums wurden weitgehend durch Wohnhäuser ersetzt und durch eine Straße vom Forum her erschlossen, die zu einem Doppeltor am Ostrand der Bergmulde führte.
Kastell Munningen Der mit fruchtbarem Löß verfüllte Explosionskrater des Ries wurde schon früh zu einem bevorzugten Siedlungsraum für Ackerbauern. Auch um Munningen lassen sich verschiedene vorgeschichtliche Fund- und Siedlungsstellen nachweisen. Das flache Becken der Riesebene, das die Schwäbische von der Fränkischen Alb teilt, ermöglichte zudem rasche Verbindungen durch diese Mittelgebirge und vereinfachte Kontakte zwischen dem Alpenvorland und Mittelfranken. Diese geographischen Vorzüge waren den Römern bereits bekannt, als die ersten Donaukastelle in spättiberisch-frühclaudischer Zeit errichtet wurden. Denn mit diesen Anlagen entstand auch die über die Alpen verlaufende Via Claudia Augusta, eine bedeutende römische Fernstraße, die über Augsburg bis zum Kastell Burghöfe an der Donau reichte, einem Truppenstützpunkt, der dem Zugang zum Riesbecken gegenüber lag.
Laurium Das früheste Militärlager "Woerden I" auf dem heutigen "Kerkplein" entstand möglicherweise schon zur Zeit Caligulas, spätestens aber in frühclaudischer Zeit. Die genaue Rekonstruktion sowie Umfang und Struktur dieser Bauphase bleiben problematisch, zumal Lager aus der Zeit bis Claudius (41-54) sehr vielfältig in Form und Größe sein und andere Formen als ein Quadrat oder ein Rechteck annehmen konnten. Der Umstand, dass aus dieser Periode keine Spuren der Innenbebauung identifiziert werden konnten, kompliziert die Angelegenheit noch zusätzlich. Die aufgefundenen Spuren sprechen für eine Nord-Süd-Ausrichtung des Kastells. Zur Größe des Lagers können aufgrund der spärlichen Befunde keine Aussagen getroffen werden.
Carvium "Carvium" war ein Kohortenkastell, das entweder noch unter Caligula ab dem Jahre 40 oder in frühclaudischer Zeit, möglicherweise während der Statthalterschaft des Gnaeus Domitius Corbulo ab dem Jahre 47, gegründet wurde. Belegt war das Kastell von der "Cohors II civium Romanorum equitata pia fidelis" („2. teilberittene Kohorte römischer Bürger mit den Beinamen die Fromme, die Treue“). Das Kastell bestand bis zu seiner Zerstörung infolge eines Frankeneinfalls im Jahr 275 unter derselben Besatzung. Es wurde aber möglicherweise in spätantiker Zeit, im vierten Jahrhundert, noch einmal neu errichtet. Die Befunde wurden durch den mäandernden Fluss vermutlich gänzlich weggespült. Nur durch das seit 1938 vornehmlich bei Baggerarbeiten im Polder „De Bijland“ zu Tage getretene, relativ hohe und eindeutige Fundaufkommen (Militärische Ausrüstungsgegenstände, Baufragmente) konnte das Lager zwischen den Dörfern Herwen (worin der antike Name Carvium überlebt hat) und Aerdt lokalisiert und datiert werden. Die Zusammensetzung des Fundmaterials weist auch auf die mögliche Existenz einer zivilen Siedlung (Vicus) hin, die aber archäologisch ebenfalls nicht nachgewiesen werden konnte.
Kastell Hüfingen Die genaue Datierung des Hüfinger Militärlagers wurde in der provinzialrömischen Archäologie lange Zeit diskutiert und ist auch heute noch nicht gänzlich gesichert. Seinen Anfang dürfte das Kastell in frühclaudischer Zeit zwischen 41 und 45 n. Chr. genommen haben. Ein erster Ausbau des Lagers wird im Allgemeinen in spätclaudischer/frühneronischer, ein letzter Ausbau in frühflavisch-vespasianischer Zeit zwischen 70 und 75 n. Chr. angenommen. Letzterer muss in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Feldzug des Gnaeus Pinarius Cornelius Clemens im Dekumatland und des von ihm betriebenen Ausbaus der Kinzigtalstraße gesehen werden. Mit der Vorverlegung des Limes auf die Alblinie dürfte sich um die Jahre 80/85 n. Chr. die militärische Bedeutung des Hüfinger Kastells erledigt haben, wenngleich vereinzelt seine Existenz bis ins früheste 2. Jahrhundert vermutet wird.
Asciburgium Die Verfüllungen des Wehrgrabens und der Gruben im Kastellinneren wiesen eine Mischung aus italischen und südgallischen Sigillaten auf, wobei die südgallische Ware eindeutig dominierte. Die jüngsten Münzen aus dem Füllmaterial waren zwei Prägungen des Caligula (37–41). Mit einiger Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass das Kastell in frühclaudischer Zeit, in den vierziger Jahren des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung, einplaniert wurde, um Platz für eine neue Anlage zu gewinnen. Wahrscheinlich stehen Abriss und Neuanlage im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen des Gnaeus Domitius Corbulo, Legat des "Exercitus Germaniae Inferioris", des Obergermanischen Heeres, in den Jahren 46/47 bis 50. Allerdings können auch die Dislozierungen der Jahre 42/43, die zur Vorbereitung der Eroberung Britanniens dienten, als Ursache nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Wallburg Semberg Das Ende der Besiedlung des Oppidums steht im zeitlichen Zusammenhang mit der Einrichtung und Belegung des Legionslagers bei Dangstetten (15 v. bis 9 n. Chr.) und damit einem ersten römischen Zugriff auf die Hochrheinlinie, die möglicherweise zur Unterwerfung der dortigen keltischen Bevölkerung führte. Schriftliche Überlieferungen gibt es dazu nicht, so dass als gesichert erst die Besetzung der Region im Zusammenhang mit dem Schwarzwaldfeldzug 73/74 n. Chr. gilt. Auf Grund allgemeiner, historisch begründeter Schlüsse und verschiedener ‚Fundbilder‘ geht jedoch auch der Archäologe Jürgen Trumm davon aus, dass die römische Aufsiedlung im Klettgau schon früher erfolgt sein kann – nachdem die Kelten dort unterworfen wurden. Trumm: „Ausgehend von frühzeitlichen Truppenlagern in Zurzach und Hüfingen könnte die zivile Aufsiedlung des Klettgaus bereits in spättiberisch-frühclaudischer Zeit erfolgt sein, wie dies für das westlich anschließende Oberrheingebiet immer wahrscheinlicher wird.“ Auch Voellner meint: „Als die Römer im Jahre 10 v. Chr. bei Zurzach den Rhein überschritten, machten sie zunächst die Wutach zur Grenzlinie.“ Der direkte Weg von Bechtersbohl aus führte zum Semberg.
Kastell Duiven-Loowaard Das Kastell "Duiven-Loowaard" war ein Auxiliarkastell, das entweder noch unter Caligula ab dem Jahre 40 oder in frühclaudischer Zeit, möglicherweise während der Statthalterschaft des Gnaeus Domitius Corbulo ab dem Jahre 47, gegründet wurde. Der antike Name des Kastells ist nicht bekannt. Ebenfalls unbekannt sind Name und Waffengattung der im Kastell stationierten Auxiliartruppe. Auch die Belegungsdauer ist nicht geklärt, möglicherweise wurde das Lager in spätantiker Zeit, im vierten Jahrhundert, noch einmal neu errichtet. Die Befunde wurden durch den mäandernden Fluss gänzlich weggespült. Nur durch das vornehmlich bei Baggerarbeiten im Zusammenhang mit der Konstruktion des Pannerdensch-Kanals in den 1970er Jahren zu Tage getretene, relativ hohe und eindeutige Fundaufkommen (gallo-römische Keramik, Tuff, Ziegel, militärische Graffiti, Bronzegefäße, Pferdegeschirr) konnte das Lager einigermaßen lokalisiert und datiert werden. Die Zusammensetzung des Fundmaterials weist auf eine militärische Nutzung des Platzes hin, bei dessen Errichtung möglicherweise Truppen aus "Vetera" (Xanten) als Pioniere eingesetzt waren. Zusätzliche Funde aus dem vierten Jahrhundert lassen es möglich erscheinen, dass der Platz in dieser Zeit immer noch oder erneut militärisch genutzt wurde.