Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für volusio

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Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für volusio

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Caio Fabbricio (Händel) Pirros Verlobte Bircenna, verkleidet als „Glaucilla“, verbündet sich mit Turio, einem Tarentiner, der Pirro für seine Störungen der Sitten und Gebräuche in Tarent hasst. Turio macht Fabbricio das Angebot, er könne Pirro doch verraten; Fabbricio möchte dieses Angebot schriftlich haben. Volusio wird entlarvt, als er bei einem von Bircenna und Turio angeordneten Attentat eingreift und dem Tyrannen auf diese Art sogar das Leben rettet. Turio verhilft Sestia und Volusio zur Flucht, aber Fabbricio bringt sie zu Pirro zurück und Volusio wird wieder gefangengenommen. Auf Pirros Befehl hin muss Fabbricio nun das Urteil über Volusio fällen. Nachdem er erfahren hat, dass Volusio den Tyrannen aus Eifersucht und nicht aus moralischen Gründen töten wollte, fällt er das Todesurteil über seinen vom blinden Affekt geleiteten potentiellen Schwiegersohn. Alles scheint verloren, bis Fabbricio Pirro das Schreiben Turios überreicht, welches dessen Verrat und Mordplan enthüllt. Pirro ist von so viel römischer Tugend beeindruckt und begnadigt alle. Er lässt Sestia und Volusio, sowie die anderen römischen Gefangenen frei und es gibt sogar Hinweise auf eine zukünftige Versöhnung mit Bircenna.
Caio Fabbricio (Händel) Es könnte bei oberflächlicher Betrachtung der Eindruck entstehen, dass die Liebesthematik, zu der Zeno noch eine Nebenhandlung entwirft, in der Turio, das Oberhaupt Tarents, sich in Bircenna, die Braut Pirros, verliebt, und nicht die Opposition Tugend – Sinnlichkeit das Zentrum der Oper bilde. Damit entspräche Zenos Libretto dem klassischen venezianischen Schema einer doppelten Dreieckskonstellation. Zwar lässt sich diese Konstellation tatsächlich ausmachen (Pirro – Sestia – Volusio / Pirro – Bircenna – Turio), doch wird in diesen Figurenkonstellationen die Liebe nicht als dramatischer Selbstzweck, sondern als zu überwindende Passion eingeführt. Turio bezwingt seine Liebe zu Bircenna, er zieht den Ruhm vor. Volusio muss durch seine Liebe zu Sestia erkennen, dass nicht die Leidenschaften, sondern die vernünftige Tugend die Richtschnur des Handelns bilden sollte. Gleichwohl bleibt "Caio Fabbricio" durch die angedeutete doppelte Dreieckskonstellation der traditionellen venezianischen Oper verhaftet. Die plötzliche Milde des Tyrannen am Ende der Oper, die gegen seinen Charakter verstößt und ein klares Zugeständnis an die lieto-fine-Ästhetik der italienischen Oper darstellt, bleibt fragwürdig.
Caio Fabbricio (Händel) Pirro, König von Epirus, ist der Führer der Tarentiner und anderer italienischer Griechen in ihrem Krieg gegen Rom. Nach einem großen griechischen Sieg entsendet Rom den hochgeschätzten Staatsmann Caio Fabbricio, um mit Pirro zu verhandeln. Unter den römischen Gefangenen ist auch Fabbricios Tochter Sestia, in welche sich Pirro verliebt. Nach einem erfolglosen Versuch, Fabbricio mit Kostbarkeiten zu bestechen, schlägt Pirro vor, er könne doch Sestia heiraten, was dieser aber entrüstet ablehnt. Für seine Tochter sieht Fabbricio in dieser Situation als einzigen Ausweg den Selbstmord und so steckt er ihr einen Dolch zu. Als Sestia in auswegloser Situation die Selbsttötung vollziehen will, rettet ihr tot geglaubter Geliebter Volusio sie vor dem Tod. Der möchte nun den Tyrannen töten, jedoch aus Eifersucht (also einem sinnlichen Affekt), nicht aus moralischen Gründen. Deshalb verwehrt Sestia ihm die Tat.
Caio Fabbricio (Händel) Textvorlage für die Oper ist Apostolo Zenos „dramma per musica“ "Cajo Fabricio", erstmals aufgeführt am 4. November 1729 im Wiener Hoftheater mit Musik von Antonio Caldara. Die im Textbuch zu dieser Aufführung wiedergegebene Textfassung entspricht weitgehend, aber nicht in allen Details, dem Text der Zeno-Werkausgabe „Poesie drammatiche“ von 1744. Hasses Oper, am 12. Januar 1732 in Rom uraufgeführt, die Grundlage für Händels Fassung, war nach Ausweis der erhaltenen Libretti erst die zweite Vertonung dieses Textes. Ein Vergleich des Librettos zu Hasses Oper mit dem Textbuch der nur gut zwei Jahre zuvor aufgeführten ersten Vertonung zeigt ungewöhnlich umfangreiche Abweichungen; Urheber dieser Änderungen war der römische Dichter Niccolò Coluzzi, der hierfür ein Honorar von 30 Scudi erhielt. Coluzzi hat wie üblich in vielen Szenen einzelne Rezitativpassagen bis hin zu einer ganzen Szene gestrichen; die gestrichenen Verse sind im römischen Textbuch teils in den üblichen Virgolette abgedruckt, teils gänzlich ausgelassen. Daneben hat er zahlreiche Verse im Wortlaut verändert. Das Spektrum reicht hier vom punktuellen Austausch einzelner Worte bis hin zur substantiellen Überarbeitung und Neudichtung längerer Passagen und betrifft zum Teil auch Abschnitte, die von Hasse nicht vertont wurden und im Libretto entsprechend gekennzeichnet sind. Außerdem erhielten Volusio am Ende des zweiten Aktes und Cajo Fabricio im dritten Akt noch je eine zusätzliche Soloszene. Schließlich sind der größte Teil der Arientexte ausgetauscht. Auch die den zweiten Akt eröffnende Chor- und Ballszene wurde ganz neu gedichtet; Hasse hat aber nur die ersten beiden Verse des neuen, recht umfangreichen Textes vertont, während die restlichen Verse im Libretto mit Virgolette versehen sind. Insgesamt unterscheidet sich diese Textbearbeitung qualitativ deutlich von der sonst in Italien üblichen Art und Weise, ältere Textbücher für neue Vertonungen und Aufführungen einzurichten. Es ist freilich zu bedenken, dass es sich bei der Vorlage um eine Dichtung Zenos handelt, dessen Vokabular vielleicht schon damals bisweilen etwas antiquiert erschien, sodass Coluzzi möglicherweise eine gründlichere Bearbeitung und „Modernisierung“ wünschenswert erschien.