Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für vespasian

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Vespasian Vespasian und sein Bruder Sabinus waren die ersten Mitglieder dieses Zweigs ihrer Familie, die senatorische Posten erlangten. Vespasian wuchs zeitweise bei seiner Großmutter väterlicherseits, Tertulla, auf einem Landgut bei Cosa auf. Die Aufnahme der Brüder in den Senatorenstand, die mit einem Vermögen von je einer Million Sesterzen einhergehen musste, geschah in erster Linie auf Wunsch und Antrieb ihrer Mutter. Seine Karriere brachte Vespasian unter Tiberius als Militärtribun nach Thrakien, vermutlich zwischen 29 und 31. Im Jahr 34/35 oder 35/36 hatte er als erstes Amt die Quaestur der Provinz "Creta et Cyrene" inne, bevor er 38 im zweiten Versuch und auf dem letzten Platz zum plebejischen Ädil gewählt wurde. Im Jahre 40 wurde er im ersten Anlauf auf einem der ersten Plätze Prätor. In dieser Funktion forderte er außerordentliche Spiele zu Ehren von Caligula und dessen – wenig erfolgreicher – Germanenexpedition 39.
Vespasian Seine Frau, Flavia Domitilla, war die ehemalige Mätresse eines Ritters und zunächst nicht im Besitz des vollen römischen Bürgerrechts. Mit ihr hatte er drei Kinder: Titus und Domitian, die zu seinen Nachfolgern wurden, sowie Domitilla, die noch vor Vespasians Herrschaftsbeginn verstarb. Flavia Domitilla starb ebenfalls noch vor seinem Regierungsantritt. Nach Domitillas frühem Tod lebte Vespasian mit Antonia Caenis zusammen, einer Freigelassenen der Kaisermutter Antonia. Aufgrund des Standesunterschieds wählte er für diese Verbindung die Form des Konkubinats, die im römischen Recht als zweite Form der monogamen heterosexuellen Beziehung neben der Ehe anerkannt war. Caenis verfügte als ehemalige Privatsekretärin der Kaisermutter über großen Einfluss am Hof des Claudius und konnte auf diese Weise den Aufstieg ihres Partners unterstützen; als Vespasian Kaiser geworden war, trat sie in der Öffentlichkeit als seine Gattin auf. Sie wird von Cassius Dio als treu und mit äußerst gutem Gedächtnis beschrieben, darüber hinaus war sie wohlhabend und geschäftstüchtig, so zum Beispiel unterstützte sie den Kaiser beim Verkauf von Bürgerrechten. Caenis starb Anfang der 70er Jahre.
Vespasian Eine flavische Legion unter Mucianus sollte nach Italien marschieren, während Vespasian sich nach Ägypten begab, um die Getreideversorgung zu kontrollieren; im Juli 69 wurden die Getreidelieferungen aus Ägypten nach Rom eingestellt. Die Beendigung der Belagerung von Jerusalem legte er in die Hände seines Sohnes Titus. Um mögliche Aufstandsabsichten der Parther zu verhindern und seine Ostfront abzusichern, schickte er eine Delegation zu Vologaeses I., der zwar keine direkte Unterstützung zusagte, jedoch auch keine Kriegsabsichten zeigte. Als Mitte Juli 69 Vitellius das Donativum an seine Soldaten nicht zahlen konnte, marschierten Anfang August die Donaulegionen unter Marcus Antonius Primus in Italien ein, um Vespasian den Thron zu sichern. Dies geschah aus eigener Initiative und entgegen Vespasians Direktive, auf Mucianus zu warten und die Legionen von Vitellius zu bestechen. Im September 69 fand die Zweite Schlacht von Bedriacum statt, im Oktober lief die Flotte mit dem Stützpunkte Ravenna unter Sextus Lucilius Bassus zu Vespasian über, womit er nun auch den Seeweg kontrollierte.
Vespasian Mitte Dezember 69 lagen die flavischen Truppen 18 Kilometer vor Rom. Mucianus und Sabinus boten Vitellius die Abdankung mit einer Sicherheitsgarantie und einer Zahlung von 100 Millionen Sesterzen an. Vitellius zögerte, das Angebot anzunehmen. In Rom kam es inzwischen zu schweren Kämpfen zwischen Anhängern Vespasians und Anhängern des Vitellius. Sabinus, der sich auf dem Kapitol verschanzt hatte, kam dabei ums Leben, Domitian konnte sich im Kapitol verstecken und am Morgen fliehen. Am 20. Dezember 69 stürmten Primus’ Truppen Rom, Vitellius selbst hatte sich nach der Auflösung seiner Truppen, die sich bei "Carsulae" nördlich von Rom den flavischen Truppen ergeben hatten, versteckt, wurde jedoch gefunden und schließlich brutal getötet. Vespasian war der Gewinner des Vierkaiserjahrs, der kein Blut vergossen hatte, seine Statthalter in Rom waren Primus und Mucianus sowie Domitian, der formal die Stadtpräfektur übernahm. Vespasian traf Mitte 70 in Rom ein; mit der sogenannten "lex de imperio Vespasiani" wurden ihm alle Vollmachten eines Princeps übertragen. Titus wurde zum Konsul, Domitian zum Prätor ernannt.
Vespasian Nach dem Bürgerkrieg stand Vespasian vor einem ähnlichen Problem wie vor ihm schon Augustus – es gab zu viele Legionen. Wie Augustus entließ er sie nach und nach, stellte aber auch drei neue auf; am Ende standen 29 Legionen unter Waffen. Vespasian bewies dabei großes Fingerspitzengefühl und sorgte für die notwendige finanzielle Abfederung, ohne zu übertreiben. Veteranen wurden in Kolonien angesiedelt, vor allem auf dem Balkan und in der Provinz "Africa", was sich bei der Romanisierung dieser Regionen als hilfreich erwies.
Vespasian Dem Prozessstau, der sich durch den Bürgerkrieg gebildet hatte, weil der Senat mit seinen Aufgaben nicht mehr fertigwerden konnte, begegnete Vespasian durch eine Verfahrensbeschleunigung. Die Romanisierung des Reiches machte, wie oben schon angesprochen, unter Vespasian einige Fortschritte. Hispanien erhielt sogar das latinische Bürgerrecht "(ius Latii)", eine Vorstufe zum römischen Bürgerrecht. Zur Verwaltung des Reiches legte Vespasian mit den Jahren immer mehr Aufgaben in die Hand seines Sohnes Titus, den er damit systematisch zu seinem Nachfolger aufbaute. Dieses Vorgehen forderte zwar einigen Widerstand heraus, aber nachdem Titus Prätorianerpräfekt und selbst auch Zensor geworden war, hatte Vespasian Fakten geschaffen, gegen die kein echter Widerstand mehr möglich war. Damit schuf sich Vespasian eine durch familiäre Bindungen abgesicherte Herrschaftsbasis und musste nicht befürchten, von einem ehrgeizigen Prätorianerpräfekten gestürzt zu werden, zumal sich Titus, der militärisch begabt war, loyal verhielt, jedoch auch einige menschliche Schwächen offenbarte, ehe er nach dem Tod Vespasians 79 selber Kaiser wurde. Nur Domitian, Vespasians zweiter Sohn, sah sich offenbar zurückgesetzt, verhielt sich aber dennoch treu gegenüber seinem Vater.
Vespasian Insgesamt ist aus Vespasians Zeit auch nur eine einzige Verschwörung bekannt (nämlich die des Titus Clodius Eprius Marcellus und des Aulus Caecina Alienus), die das Ziel hatte, ihn zu beseitigen. Diese wurde im Jahr 79 aufgedeckt. Auch im Privatleben, das sich deutlich von dem Neros oder Caligulas unterschied, galt er als ein zurückhaltender und bescheidener Mann.
Vespasian Nero machte Vespasian zu einem seiner offiziellen Gefährten, die ihn auf seiner Griechenlandreise, die im September 66 begann, begleiten mussten. Vespasian soll bei einem Auftritt Neros als Schauspieler eingeschlafen und dafür beim Kaiser in Ungnade gefallen sein, woraufhin er sich kurzzeitig zurückzog. Bald wurde er von Nero aber wieder aufgenommen und erhielt das Kommando im Jüdischen Krieg, da Nero einen unverdächtigen Heerführer für den Osten brauchte, um die Gefahr einer Militärrevolte gegen seine zunehmend unbeliebte Herrschaft zu verringern. Offensichtlich wurde der Flavier auch weiterhin als loyal angesehen, seine militärische Erfahrung machte ihn unentbehrlich.
Vespasian Auch im Osten arrondierte Vespasian die Grenzen. Nach der Niederschlagung des Jüdischen Aufstands wurden mehrere Klientelreiche wie Kommagene annektiert und Truppen in Kleinasien stationiert: Die "legio XVI Flavia Firma" bezog in Samosata Quartier, während die "legio XII Fulminata" in Melitene Garnison bezog. Offensichtlich erwartete Vespasian, der den Osten aus eigener Erfahrung recht gut kannte, einen Konflikt mit den Parthern, den östlichen Nachbarn Roms, und sorgte für die entsprechenden Vorkehrungen im Falle einer Konfrontation. Die Grenzbegradigung im Osten sollte Rom jedenfalls in Zukunft von Nutzen sein und nicht als das geringste Verdienst der Flavier angesehen werden, die zudem auch die Infrastruktur durch den Bau zusätzlicher Straßen verbesserten.
Vespasian Vespasians Erfindungsreichtum bei der Vermehrung der Staatseinnahmen war bekannt. So hatte er aufgrund der hohen Schulden, die Nero hinterlassen hatte, eine Latrinensteuer eingeführt. Als sich sein Sohn Titus bei ihm darüber beschwerte, hielt Vespasian Titus eine Münze hin, die aus dieser Steuer stammte. Titus musste eingestehen, dass sie nicht stank, woraufhin Vespasian ihm entgegenhielt: „Und dennoch stammt sie aus dem Urin.“ Hieraus dürfte die Redewendung "Pecunia non olet" („Geld stinkt nicht“) entstanden sein.