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Trajan Marcus Ulpius Traianus (* 18. September 53, vielleicht in Italica oder in Rom; † 8. August 117 in Selinus, Kilikien), bekannt als Trajan, war von Januar 98 bis 117 römischer Kaiser.
Trajan Unter Kaiser Domitian bekleidete Trajan wohl 84 die Prätur. Möglicherweise verhinderten Differenzen zwischen Domitian und Trajan, dass Letzterer, wie für einen Patrizier üblich, zwei bis drei Jahre später das Konsulat erhielt. Stattdessen wurde er 88 Legat bei der in Nordspanien stationierten Legio VII Gemina. Als Kommandeur dieser Legion beorderte ihn Domitian im Winter 88/89 nach Obergermanien zur Niederschlagung des Aufstandes des Lucius Antonius Saturninus in Mainz. Bevor Trajan eintraf, war der Saturninusaufstand allerdings schon durch Aulus Bucius Lappius Maximus niedergeschlagen worden. Für sein loyales Verhalten bekleidete er im Jahr 91 gemeinsam mit Manius Acilius Glabrio zum ersten Mal das Konsulat – relativ spät für einen Patrizier.
Trajan Der Verlust einer römischen Legion im Krieg gegen die Jazygen löste eine innenpolitische Krise aus. Domitian machte daraufhin als Princeps seine faktisch autokratische Stellung gegenüber der römischen Oberschicht in aller Klarheit deutlich. In der ersten Hälfte der 90er Jahre wurden zahlreiche Prozesse wegen Ehebruchs, Majestätsbeleidigung und Hochverrats durchgeführt. Nach dem August 93 traf eine Verfolgungswelle Personen, bei denen man Zeichen der Ablehnung des Regimes zu erkennen meinte. Doch ist die Anzahl der hingerichteten Senatoren mit 14 bekannten Namen sehr viel geringer als unter Claudius. Auf die zahlreichen Verschwörungen gegen ihn reagierte der Kaiser ebenfalls mit Hinrichtungen. Wie unberechenbar Domitian wurde, zeigte sich, als er im Jahre 95 seinen Cousin Titus Flavius Clemens hinrichten ließ. Selbst seine Familienangehörigen wussten nun, dass sie nicht mehr sicher waren. Die Angst so vieler Personen war die Ursache für eine weitere Verschwörung gegen Domitian und führte am 18. September 96 zu seiner Ermordung. An ihr waren allerdings keine Senatoren beteiligt, vielmehr handelten Personen aus Domitians engster Umgebung, wie seine Gemahlin Domitia Longina, die beiden Prätorianerpräfekten und einige seiner Freigelassenen. Mit Domitians Tod endete die Herrschaft der flavischen Dynastie.
Trajan Erst jetzt begann der eigentliche Kampf um die Macht. In dieser Zeit bemühten sich zwei Fraktionen innerhalb des Senats darum, dass Nerva ihren Kandidaten als Nachfolger designierte. Einer der möglichen Kandidaten war Cornelius Nigrinus, ein hochdekorierter General Domitians und spätestens seit 95 Statthalter in der Provinz Syrien, wo die stärkste Armee des Ostens stand. Die andere Fraktion bildeten Senatoren, die eher Trajan zuneigten. Zu diesen Senatoren zählten wohl Sextus Iulius Frontinus, Lucius Iulius Ursus, Gnaeus Domitius Tullus, Lucius Licinius Sura und Titus Vestricius Spuriana. Was diese Senatoren dazu veranlasst hatte, Trajan auszuwählen und sich damit gegen Cornelius Nigrinus auszusprechen, ist nicht bekannt.
Trajan Da Trajan nicht der leibliche Sohn Nervas war, konnte die Idee des Besten "(optimus)", der aus allen Guten ("boni", d. h. den Senatoren) durch Adoption im Konsens mit dem Senat zur Herrschaft gelangt war, propagiert werden, obwohl der Senat daran keinen Anteil hatte. Im Oktober 99 schwor Trajan bei seiner dritten Designation zum Konsul auf dem Marsfeld stehend vor den sitzenden Konsuln den Eid auf die Republik, dass die Götter ihn strafen mögen, sollte er wissentlich gegen die Republik handeln. Durch diese Zeichen und Gesten der scheinbaren Gleichrangigkeit betonte er die ideologische Stellung des Senates als Mitte des Staates und seine kaiserliche Position als "primus inter pares", so dass Plinius den Kaiser begeistert als „einen von uns“ ("unum ille […] ex nobis") bezeichnen konnte, der nicht über den Gesetzen stehe, sondern vielmehr sich ihnen unterordne ("non est princeps supra leges, sed leges supra principem").
Trajan Diese Ereignisse veranlassten Decebalus, Trajan um Frieden zu ersuchen. Trajan ließ sich darauf ein und brach den Krieg spätestens im September 102 nur wenige Kilometer vor dem Zentrum des Dakerreiches ab. Die Bedingungen des Friedensvertrages umfassten die Ablieferung der Waffen und Kriegsmaschinen der Daker sowie die Zurücksendung der römischen Militäringenieure, die ihm Domitian im Rahmen des Friedens von 89 zur Verfügung gestellt hatte. Decebalus musste seine Festungen schleifen lassen, sich aus allen besetzten Gebieten zurückziehen und sich außenpolitisch Rom vollständig unterordnen. Decebalus konnte aber seine Königswürde absichern und verblieb als ein von römischer Seite anerkannter König unter der Oberheit Roms. Karl Strobel geht angesichts des Abbruchs der Kämpfe und der ehrenvollen Bedingungen für Decebalus von einer zunehmenden Erschöpfung auch auf Seiten des römischen Heeres aus.
Trajan Zu Beginn des Krieges standen insgesamt 15 Legionen bereit, fast die Hälfte der zu dieser Zeit im Römischen Reich aufgestellten Legionen. Decebalus’ Versuche, den Frieden auf diplomatischem Wege zu erneuern sowie die benachbarten Völker zum Kriegseintritt zu bewegen, scheiterten. Zahlreiche hochrangige dakische Gefolgsleute verließen ihn. Noch bevor der Kaiser auf dem Kriegsschauplatz eintraf, musste Decebalus einsehen, dass er den Krieg nicht gewinnen konnte. In seiner verzweifelten Lage schickte er einen Überläufer zu Trajan, der sich noch in Moesien aufhielt, um ihn ermorden zu lassen. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte. Daraufhin traf er sich mit dem General Pompeius Longinus zu Kapitulationsverhandlungen, nahm ihn jedoch mit einigen seiner Begleiter gefangen. Er forderte für Longinus’ Freilassung die Räumung aller römisch besetzten Gebiete bis zur Donau und Entschädigung für sämtliche Kriegskosten. Die hohen Forderungen schlug Trajan zunächst weder ab noch akzeptierte er sie. Longinus selbst versuchte durch Selbstmord die Verzögerung des römischen Vormarsches zu beenden.
Trajan Nördlich von Ostia ließ er einen neuen Hafen bauen, den Portus Traiani, um die Lebensmittelversorgung Roms zu sichern und die Anlandung von Massengütern wie Weizen, Baumaterial und Marmor vom Einfluss des Wetters weniger abhängig zu machen. Neubauten oder Erweiterungen von Häfen gab es zudem in Ancona, Centumcellae und Terracina. Der herausragende Stellenwert Italiens im politischen Denken und Handeln Trajans schlug sich auch in den Münzen nieder. Auf ihnen war die Devise "Italia rest(ituta)" („Wiederherstellung Italiens“) eingeprägt. Besondere Münzen mit der Aufschrift von Provinzen gab es unter Trajan nur, wenn diese in seiner Regierungszeit für das Reich neu erworben worden waren. Andere Provinzen, die schon lange zum Imperium gehörten, wurden auf Münzen nicht aufgeführt.
Trajan Beim Tod Trajans war Großarmenien, bis auf jenen Teil, den der Kaiser noch im Jahre 116 abgeben musste, wieder in römischer Hand. Lusius Quietus hatte in Mesopotamien die wichtigsten Stellungen bereits zurückerobert, so dass nur noch an einigen Orten Widerstand zu beseitigen gewesen wäre. Hingegen konnte sich in den südlichen Teilen des parthischen Mesopotamien der von Trajan eingesetzte König Parthamaspates ohne römische Unterstützung nicht halten. Die letzten Erhebungen der Juden im Osten, in Ägypten und in Mesopotamien wurden von Hadrian niedergeschlagen. In Dakien und an der mittleren Donau, in Britannien und in Mauretanien brachen Aufstände aus.
Trajan Stehen als historische Darstellungen für die mehr als 100 Jahre zwischen Augustus und den Flaviern Suetons Kaiserbiographien sowie Tacitus’ "Annalen" und "Historien" zur Verfügung, die noch durch Werke anderer Genera ergänzt werden, wie die Erdbeschreibung Strabons und die Naturgeschichte des älteren Plinius, so berichtet über die Regierungszeit Trajans fast ausschließlich das Geschichtswerk des Senators Cassius Dio aus dem 3. Jahrhundert. Aber auch dessen Darstellung über diesen Zeitraum ist nur in Auszügen aus byzantinischer Zeit erhalten. Knappe Informationen finden sich auch in den Breviarien des 4. Jahrhunderts, während etwa die Kaiserbiographien des Marius Maximus, in denen Trajan behandelt wurde, verloren gegangen sind. Die dürftige literarische Überlieferung wird jedoch durch zahlreiche archäologische, epigraphische und numismatische Zeugnisse ergänzt.