Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für schariati

celadet    0.801236

yazdi    0.794008

mesbah    0.788121

sabahattin    0.786504

ahmida    0.786409

schirazi    0.783792

hashem    0.781926

shahriar    0.780044

faiz    0.778037

javad    0.775249

Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für schariati

Article Example
Schariati Shari’ati, Schariati () ist ein persischer Familienname.
Ali Schariati Ali Schariati ( []; in anderer Schreibweise Ali Shari’ati, Ali Shariati; * 24. November 1933 im Dorf Kahak bei Mazinan unweit der Stadt Sabzevar in der Provinz Chorasan (Iran); † 19. Juni 1977 in Southampton, England) war ein iranischer Revolutionär und Religionssoziologe.
Ali Schariati Ab Dezember 1950 veröffentlichte Abolqassem Shakibnia mehrere Artikel Schariatis, die auf das Vaset-Konzept (zu arab. al-wasatiyya, vgl. im Koran: A nation justly balanced) anspielten, den gleichnishaft benutzten mathematischen Zentralwert (Median) einbrachten und "Die Median-Schule des Islam (Maktabe Vasete Islam)" titelten. Einem dieser Artikel war eine Karte beigefügt, die die Länder von Nordafrika über Saudi-Arabien, die Türkei, Iran, Pakistan, die südlichen Republiken der Sowjetunion und Afghanistan zeigte, und die er den "Medinischen Block" nannte. In einer Zeit, in der die Welt in die beiden Blöcken des kommunistischen Ostens und des kapitalistischen Westens zerfiel, sollten die Länder des Medinischen Blocks einen "Dritten Weg" eröffnen (Na Sharghi Na Gharbi: "Neither East, nor West"; Weder Ost noch West), der vom Islam geprägt ist, und der weniger materialistisch als der Kapitalismus oder der Kommunismus, sondern mehr auf Erlösung und ein erfülltes Seelenleben ausgerichtet zu sein beanspruchte. Schariatis "Weder Ost noch West" wurde später, wenn auch variiert, von Chomeinis Revolution aufgegriffen: "Na Sharqi Na Gharbi Jomhuri-ye Eslami: Weder Ost noch West [sondern eine] Islamische Republik".
Ali Schariati Mitte der sechziger Jahre hatte der Kreis der Geistlichen um Ayatollah Chomeini, wie Mahmoud Taleghani, Morteza Motahhari und Mohammed Beheschti, die Idee, einen neuen Typ von Moschee, die "Hoseinīye-Erschād", zu entwickeln, um die iranische Mittelschicht anzusprechen. In diesem neuen Typus von Moschee saß man nicht auf dem Boden, sondern auf Stühlen und der Prediger stand vor einem Rednerpult und saß nicht auf einer erhöhten Kanzel. Ali Schariati wurde 1965 als Vortragsredner eingeladen und stieg bald zum Starredner der Institution auf, der die immer zahlreicher werdenden Hörer in seinen Bann schlug. Ali Schariati erhob in seinen Reden den Weg des schiitischen Märtyrers "zum einzigen Weg, der zur Wahrheit und Gerechtigkeit führt", und er forderte seine Zuhörer auf, "die Tyrannen zu töten oder zu sterben".
Ali Schariati Ali Schariati war der Sohn des Religionslehrers Aqa Mohammad Taqi Shari’ati und stammte aus einer Gelehrtenfamilie. Er studierte zunächst an der Pädagogischen Hochschule Maschhad bis zum Abschluss als B.A. Nach der Abdankung Reza Schahs gründete sein Vater 1944 ein "Zentrum für die Verbreitung der Islamischen Wahrheit". Vater und Sohn beteiligten sich aktiv an den politischen Diskussionen ihrer Zeit und wurden Mitglied einer Gruppe, die sich "Bewegung der Gott ergebenen Sozialisten" nannte. Der Cheftheoretiker dieser Gruppe, Abolqassem Shakibnia, behauptete, dass es der Prophet Mohammed gewesen sei, der den Sozialismus erfunden und noch in seiner Zeit auf der arabischen Halbinsel eingeführt hätte.
Ali Schariati Nach Abschluss seiner Schulausbildung wurde Ali Schariati Lehrer in einem Dorf in der Nähe von Maschhad. In der Zeit, in der Mohammad Mossadegh Premierminister war, unterstützte er aktiv die Nationale Front. In dieser Zeit beendete Ali Schariati die Übersetzung eines Textes mit dem Titel "Abu-Zar", einer Veröffentlichung von Abd-al-Hamid Jowdat-al Sahar. "Abu Zar" und seine revolutionäre Version des Islam sollten Ali Schariatis weiteres Denken entscheiden beeinflussen.
Ali Schariati Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis war Ali Schariati ein gebrochener Mann. Er behauptete zwar, er hätte mit der Veröffentlichung der regimefreundlichen Artikel nur den SAVAK täuschen wollen, um seine Freilassung zu erreichen, doch sein Ruf bei der Geistlichkeit und der politischen Opposition war ruiniert. Schariati verfiel in tiefe Depression, legte sich einen neuen Nachnamen zu, Mazinani, gewählt nach dem Dorf, in dem er geboren worden war, und verließ den Iran am 16. Mai 1977, um in London ein neues Leben zu beginnen. Doch dazu kam es nicht mehr. Ali Mazinani Schariati starb am 19. Juni 1977 an einem Herzinfarkt. Der Tod Schariatis, der von der Opposition im Iran als SAVAK-Mord ausgegeben wurde, heizte die Stimmung gegen Mohammad Reza Schah weiter an. Schariati wurde nach seinem Tod zum Märtyrer stilisiert und damit Teil eines Kultes, den er zu Lebzeiten gepredigt hatte.
Ali Schariati Unter seinen zahlreichen – wie bei politischen Pamphleten üblich, vielenorts ohne Impressum erschienenen – persischsprachigen Publikationen gibt die in zahlreichen Editionen verbreitete Programmschrift "Hadsch" (engl. "Hajj") eine gute Einführung in seine Theorie. Die "Shariati Foundation" in Teheran gab zahlreiche Studien heraus. Besonders der Soziologie widmet sich seine Schrift "On the Sociology of Islam" (hgg. von Hamid Algar, Berkeley, Mizan Press, 1979).
Ali Schariati Ab November 1954 veröffentlichte die Zeitung "Khorasan" zehn Wochen lang auf ihrer ersten Seite eine Artikelserie, die den Titel "Die Median-Schule des Islam" trug. Dieses Mal hieß der Verfasser Ali Schariati. Eine ähnliche Karte wie in den Veröffentlichungen Shakibnias wurde auch als Teil dieser Artikelserie abgedruckt, doch dieses Mal lautete der Autor Ali Schariati ohne die zuvor erschienenen Veröffentlichungen von Abolqassem Shakibnia zu erwähnen. Die Artikelserie machte Ali Schariati auf einen Schlag bekannt. Die Idee, dass der Islam einen Dritten Weg, quasi ein alternatives gesellschaftliches Modell gegenüber dem kruden Materialismus des Kommunismus und der schnöden Gier des Kapitalismus aufzeigen konnte, schien zu verlockend zu sein. Der Islam, der immer als rückständig und rückwärtsgewandt gegolten hatte, war mit den Schriften Schariatis plötzlich in der Moderne angekommen.
Ali Schariati 1955 schrieb sich Ali Schariati in die 1949 gegründete Ferdousī-Universität Maschhad ein. Sein Vater und die konservative Geistlichkeit von Maschhad waren zwar gegen die Eröffnung einer Universität, auf der männliche und weibliche Studenten in demselben Hörsaal saßen, aber Ali Schariati ließ sich davon nicht abhalten. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer studierte Ali Schariati Iranische Literatur. Nach Abschluss seines Studiums erhielt Ali Schariati ein Stipendium für ein Studium im Ausland. Im Mai 1959 kam er in Paris an und begann sein Studium an der Sorbonne in Soziologie und Islamischer Geschichte, das er mit einer Promotion beendete. In Paris nahm er aktiv an den intellektuellen Debatten über Marx und Freud, Bergson, Sartre und Camus sowie zum Kolonialismus und Imperialismus während der algerischen Revolution teil. Seine sich um den Kampf der Ideen, den politischen Kampf und um ein neues Erziehungskonzept drehenden Schriften hatten großen Einfluss auf die jungen Intellektuellen des Iran und führten viele der fundamentalistischen Bewegung zu. Zurück im Iran versuchte Ali Schariati 1964 zunächst an der Universität Teheran eine Anstellung zu bekommen, wurde aber abgelehnt. Er wurde 1965 an die Universität von Maschhad als Assistenzprofessor für Geschichte berufen.