Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für nakache

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Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für nakache

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Nakache Nakache ist der Familienname folgender Personen:
Alfred Nakache Der Großvater von Alfred Nakache, ein sephardischer Jude, war im 19. Jahrhundert aus Marokko nach Algerien gekommen, damals Teil von Französisch-Nordafrika. Dort wurde Nakache in Constantine als eins von zehn Kindern einer traditionellen jüdischen Familie geboren. Die Stadt trug damals wegen des jüdischen Bevölkerungsanteils von 20 Prozent bei insgesamt rund 100.000 Einwohnern den Beinamen "petit Jerusalem".
Alfred Nakache 1933 nahm Nakache an französischen Meisterschaften im "Piscine des Tourelles" in Paris teil und lernte dort sein Idol Jean Taris kennen, mit dem ihn anschließend eine lebenslange Freundschaft verband. Er blieb in Paris, wurde Mitglied des "Racing CF" und begann am Institut national du sport et de l'éducation physique (INSEP) eine Ausbildung zum Sportlehrer, die er 1939 abschloss.
Alfred Nakache Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht und den damit verbundenen Restriktionen für Juden ab 1940 floh Nakache mit seiner Familie nach Toulouse in Vichy-Frankreich und schloss sich dem "Toulouse Olympique Etudiants Club" (TOEC) an, dessen Schwimmabteilung sich "Dauphins du TOEC" nannte. Dort eröffnete er mit seiner Frau Paule ein Sportstudio und trainierte auch Angehörige des jüdischen Widerstandes. Am 6. Juli 1941 verbesserte er in Marseille den 200-m-Weltrekord des US-Amerikaners Jack Kasley im Brustschwimmen auf 2:36,8 Minuten. Bei den folgenden französischen Meisterschaften in Villeurbanne errang er acht von insgesamt zwölf Titeln. 1943 übten die Behörden Druck auf die Organisatoren der französischen Meisterschaften in Toulouse aus, dass Nakache nicht starten dürfe. Daraufhin traten aus Solidarität mit ihm alle Schwimmer seines Vereins TOEC sowie mehrere Schwimmer anderer Vereine nicht an.
Alfred Nakache Im Lager, wo er im Lazarett arbeitete, hielt Nakache seine Moral aufrecht, indem er gemeinsam mit anderen Gefangenen heimlich in den Löschwasserbecken schwimmen ging. Die Behauptung eines Nakache-Biografen, die Wachen hätten sich einen „Spaß“ daraus gemacht, Nakache zu demütigen, indem sie ihn wie ein „dressiertes Tier“ nach Gegenständen tauchen ließen, wurde jedoch von Klieger als „Erfindung“ abgetan. Letztlich überstand Nakache die Torturen im KZ dank seiner starken körperlichen und psychischen Konstitution, und er überlebte auch den Todesmarsch von Auschwitz nach Buchenwald im Januar 1945. Nach der Befreiung des Lagers durch die 3. US-Armee am 11. April 1945 blieb er zunächst dort, um Mithäftlinge im Krankenhaus zu betreuen. Als er nach Toulouse zurückkehrte, wog der ehemals 85 Kilogramm schwere Mann noch 42 Kilogramm. Dort war am 9. Oktober 1944 das städtische Schwimmbad nach ihm benannt worden, da man ihn tot glaubte.
Alfred Nakache Alfred Nakache fand zunächst Aufnahme bei der Familie eines seiner Schwimmkameraden, bei Jean Taris oder Alex Jany. Monatelang ging er noch zum Bahnhof in der Hoffnung, die Namen von Frau und Tochter auf Listen von Überlebenden zu finden; er erfuhr erst später von deren Tod. Mit eisernem Lebenswillen begann er umgehend wieder mit dem Training, so dass er acht Monate später drei französische Meistertitel im Schwimmen errang und mit der Wasserball-Mannschaft im nationalen Finale stand. 1946 holte er über 200 Meter Brust seinen letzten Meistertitel, 1947 und 1948 wurde er Vize-Meister. 1948 wurde er für die Olympischen Spiele in London nominiert, wo er das Halbfinale des 200-Meter-Wettbewerbs im Brustschwimmen erreichte. Dabei schwamm er im Schmetterlingsstil, den er schon als einer der ersten praktiziert hatte und der als eine Spielart des Brustschwimmens galt, bis er 1953 als eigene Disziplin anerkannt wurde. Verschiedenen Quellen zufolge soll er auch Mitglied im französischen Wasserball-Team, das den sechsten Platz belegte, gewesen sein.
Alfred Nakache 1993 wurde Nakache in die International Jewish Sports Hall of Fame aufgenommen.
Alfred Nakache Im Dezember 1943 wurde Nakache gemeinsam mit seiner Frau Paule und seiner zweijährigen Tochter Annie inhaftiert und über die Lager Drancy und Buna-Monowitz nach Auschwitz deportiert. Im Konvoi befanden sich 1368 Menschen, von denen letztlich 47 das Kriegsende erlebten. Ebenfalls in diesem Konvoi befanden sich der tunesische Boxer Victor Perez sowie der französische Sportjournalist Noah Klieger, mit denen er sich anfreundete, wie auch mit weiteren Lagerinsassen, darunter der US-amerikanischen Filmausstatter Willy Holt und der italienische Schriftsteller Primo Levi. Nakaches Frau und Tochter wurden sofort nach Ankunft in den Gaskammern ermordet, wovon Nakache bis nach Kriegsende keine Kenntnis hatte. Perez wurde im Januar 1945 auf einem Todesmarsch erschossen, Levi, Klieger und Holt überlebten die Shoah. Holt erinnerte sich in seinen Memoiren an Nakache als an jemanden, der „vielen von uns Hoffnung gegeben“ habe.
Alfred Nakache Als Ruheständler ließ sich Alfred Nakache in der Nähe der Mittelmeerküste zwischen Sète und Cerbère nieder, da seine Frau Marie dorther stammte und ihn Klima und Landschaft an Algerien erinnerten. Er starb 1983 an einem Herzinfarkt, als er im Hafen von Cerbère sein tägliches Schwimmtraining absolvierte. Auf seinem Grabstein auf dem Friedhof Le Py in Sète stehen auf seinen Wunsch hin auch die Namen seiner ersten Frau Paule und seiner Tochter Annie, an die als „Opfer der deutschen Barbarei“ erinnert wird.
Alfred Nakache In Frankreich sind weitere Schwimmbäder nach Alfred Nakache benannt, unter anderem in Paris, Montpellier und in Nancy. 2014 wurde im Rathaus von Sète eine Ausstellung über Nakache gezeigt.