Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für maurikios

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Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für maurikios

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Maurikios "Flavius Mauricius Tiberius" stammte aus Arabissos in Kappadokien und war ein erfolgreicher Feldherr, bevor er 582 den Thron bestieg. Wichtigste Quelle zu seiner Regierungszeit ist der griechische Historiker Theophylaktos Simokates, dessen "Historien" als letztes antikes Geschichtswerk gelten.
Maurikios Den Krieg mit den Persern musste Maurikios auch als Kaiser zunächst fortführen. 586 errangen seine Truppen bei Solachon nahe Dara erneut einen Sieg über die Perser, der aber folgenlos blieb. Trotz einer ernstzunehmenden Meuterei im Jahr 588 hielt das kaiserliche Heer den Persern weitere zwei Jahre stand, bevor Chosrau II. 590 seinen Vater, den sassanidischen Großkönig Hormizd IV., stürzte und tötete und kurz darauf selbst vor dem rebellischen Feldherrn Bahram Chobin an den Hof des Kaisers flüchtete. Obwohl der Senat ihm davon abriet und Chosraus Gegenspieler – nunmehr als Bahram (VI.) – zu sehr weitreichenden Zugeständnissen bereit war, unterstützte Maurikios schließlich Chosrau II. bei der Rückkehr auf den Thron. Zu diesem Zweck entsandte er Chosrau und dessen Getreue zusammen mit einem eigenen Heer unter seinem erfahrenen General Narses – nicht zu verwechseln mit Justinians gleichnamigem Feldherrn – nach Persien. Maurikios konnte den Krieg schließlich mit der Rückführung Chosraus und dem Sieg über den Usurpator Bahram Chobin 591 zu einem für die Römer erfolgreichen Ende bringen. Wie vorher vereinbart, trat Chosrau, der vermutlich von Maurikios adoptiert worden war, zum Dank für die römische Hilfeleistung den Norden Mesopotamiens inklusive der vorher vielumkämpften Stadt Nisibis, Persarmenien bis zu einer Grenze unmittelbar westlich der Hauptstadt Dvin im Norden und bis zum Van-See im Süden sowie Iberien (Ostgeorgien) bis hin zur Hauptstadt Tbilisi an Ostrom ab. In der Folge zwang Maurikios den Armeniern eine Kirchenunion mit Konstantinopel auf.
Maurikios Die meist erfolgreich geführten Balkanfeldzüge des Maurikios gegen die Awaren und Slawen ab 591 ließen an eine Wende glauben und machten für die nächsten zwei Jahrzehnte den Raubzügen ein Ende. 592 übernahm Maurikios – als erster Kaiser seit Theodosius I. bzw. Majorian – persönlich das Kommando über die römischen Truppen, kehrte aber schon nach einigen Wochen nach Konstantinopel zurück. Kurz darauf eroberten seine Truppen Singidunum von den Awaren zurück. Sein Feldherr Priscus fügte den Slawen, Awaren und Gepiden dann 593 in Thrakien und "Moesia" mehrere Niederlagen zu, bevor er ihnen über die Donau in die heutige Walachei nachsetzte, um dort seine Serie von Siegen fortzusetzen. 594 löste Maurikios Priscus jedoch ab und ersetzte ihn durch seinen noch unerfahrenen Bruder Petros, dem aber ebenfalls ein Sieg in der Walachei gelang.
Maurikios Dass Maurikios offenbar weiterhin an den römischen Herrschaftsrechten im Bereich des gesamten alten "Imperium Romanum" festhalten wollte, zeigt sich wohl auch in der um 597 von ihm festgelegten Regelung seiner Nachfolge: Das Reich sollte – einschließlich der großteils unter germanischer Herrschaft stehenden weströmischen Gebiete, die der Kaiser damit weiterhin für sich beanspruchte – von seinen Söhnen gemeinsam regiert werden: Der älteste Sohn Theodosius war als "Augustus" des Ostens, der zweite Sohn Tiberios als der des Westens (mit Rom statt Ravenna als Residenz) vorgesehen. Da dabei aber die Reichseinheit gewahrt bleiben sollte, erinnert die Konzeption an die Reichsteilung von 395. Eventuell sollten auch die beiden übrigen Söhne des Maurikios als Mitkaiser fungieren; trifft dies zu, so wäre dies gleichsam ein Rückgriff auf die diokletianische Tetrarchie gewesen. Der gewaltsame Tod des Kaisers und seiner Söhne setzte diesen ambitionierten Plänen aber ein Ende.
Maurikios Maurikios (, ; * 539 in Arabissos; † 27. November 602 in Chalkedon) war vom 13. August 582 bis 27. November 602 Kaiser des Oströmischen Reiches und einer der wichtigsten spätantiken bzw. frühbyzantinischen Herrscher. Seine Regierungszeit war vor allem von Abwehrkämpfen an den Grenzen geprägt.
Maurikios Im Westen ließ Maurikios das Exarchat von Karthago und das Exarchat von Ravenna einrichten. Erstmals werden Exarchen 590 bzw. 584 erwähnt. Dabei erhielten die Exarchen vor Ort umfassende militärische und zivile Befugnisse zugeteilt, was insofern bemerkenswert ist, als in der Spätantike diese Kompetenzbereiche in der Regel meist strikt getrennt wurden (bereits Justinian I. war aber vereinzelt aus praktischen Gründen von diesem Prinzip abgewichen). Die neu eingesetzten Exarchen von Ravenna und Karthago nahmen Maurikios die Sorge um die Lage in den von Justinian eroberten Gebieten weitestgehend ab, da sie überwiegend eigenverantwortlich handelten. So besiegte der nachmalige erste Exarch von Karthago, Gennadios, bereits 578/79 die Mauren und verschaffte der Provinz Africa jahrzehntelangen Frieden. Der Exarch von Ravenna, Romanus, führte energische Feldzüge in der Poebene und dehnte den kaiserlichen Machtbereich in den Apenninen aus.
Maurikios In der Religionspolitik verhielt sich Maurikios gegenüber den „Monophysiten“, obwohl selbst Anhänger des Chalkedonense, recht tolerant.
Maurikios Der bedeutende englische Althistoriker A. H. M. Jones ließ mit dem Tod des Maurikios nicht ohne Grund die (Spät-)Antike enden, denn während der Krisen, die Ostrom in den folgenden 40 Jahren erschüttern sollten, veränderte sich der Charakter von Staat und Gesellschaft grundlegend: Das Mittelalter begann.
Maurikios Nach dem Erfolg an der Ostgrenze wandte sich Maurikios dem Balkan zu und transferierte zu diesem Zweck auch Kontingente des armenischen Adels nach Südosteuropa. Die Slawen, die seit Jahrzehnten immer wieder Plünderungszüge in den römischen Balkanprovinzen unternommen hatten, gingen möglicherweise seit den frühen 580er Jahren zur dauerhaften Ansiedlung über. 582 ging das strategisch bedeutende Sirmium an die Awaren verloren, die von dort aus ab 583 mehrere schlecht verteidigte Festungen an der Donau eroberten. 584 bedrohten die Slawen die Hauptstadt, 586 awarische Angreifer Thessaloniki und im gleichen Jahr stießen slawische Gruppen sogar bis zur Peloponnes vor. Dabei konnte jedoch der oströmische General Comentiolus den Slawen in Thrakien eine Niederlage zufügen.
Maurikios Zur älteren Literatur siehe den DIR-Eintrag von Baum (unter Weblinks).