Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für kaiserlose

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Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für kaiserlose

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Burgruine Kammerstein (Perchtoldsdorf) Die Lage der Burg ist auch mit dem Hintergrund zu sehen, dass zu dieser Zeit die Herzoglose (aber auch die Kaiserlose) Zeit des Österreichischen Interregnums nach dem Tod Friedrichs und damit unsichere Zeiten anbrachen.
Burgen- und Klostergeschichte der Gemeinde Pettendorf Die Zerstörung des Klosters ist in die Jahre 1271 bis 1274 zu datieren. Traditionsgemäß wird der Überfall den Raubrittern von der nahe gelegenen Burg Löweneck angelastet, die zu dieser Zeit durch viele Missetaten auffielen. Die Brandschatzung des Klosters fällt in die kaiserlose Zeit des Interregnums, welche durch große Rechtsunsicherheit und vielerorten herrschende Gewalt gekennzeichnet war.
Landgrafschaft Klettgau Um 1200 beginnt die große Zeit der Freiherren von Krenkingen, erstmals genannt 1202, sie gelten als Gründer der Stadt Tiengen, sie erbauten den alten Turm, das heutige Schloss Tiengen, und der Grafen von Küssenberg, Erbauer der Küssaburg, sie nützten die Kaiserlose Zeit aus, um den Klettgau zu beherrschen, zerrieben sich aber am Ende in Kleinlichkeiten:
Interregnum (Heiliges Römisches Reich) Der aus dem römischen Verfassungsrecht (vgl. Interrex) entnommene Begriff wurde von der Geschichtswissenschaft des 19. Jahrhunderts verwendet, um die auf die – von ihr verklärte – Stauferherrschaft folgende Periode als ein Zeitalter der Wirren und der Kriege zu charakterisieren. Poetischen Ausdruck fand dies v. a. in der Ballade „Der Graf von Habsburg“ von Friedrich Schiller, in der das Interregnum als "die kaiserlose, die schreckliche Zeit" bezeichnet wurde. Erst in der neueren Forschung wird diese Zeit wesentlich differenzierter und im Kontext der Handlungsoptionen der Beteiligten gesehen. Das Bild des "egoistischen Fürsten", dem das Reichswohl egal ist, und einer chaotischen und rechtlosen Zeit, wird mittlerweile abgelehnt.
Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser Wenn nicht bereits zu Lebzeiten eines Kaisers ein neuer römisch-deutscher König gewählt wurde, wie beispielsweise bei Joseph II. geschehen, so trat nach dem Tode eines Kaisers ein so genanntes Interregnum, eine kaiserlose Zeit, ein. Die Goldene Bulle bestimmte, dass der Tod des Kaisers so schnell wie möglich dem Erzbischof von Mainz, dem Kurfürsten von Sachsen und dem Kurfürsten der Pfalz durch den kaiserlichen Hof mitgeteilt werden musste. Die übrigen Kurfürsten und die anderen größeren Fürsten des Reiches wurden daraufhin durch diese benachrichtigt. Den kleineren Fürsten und den anderen Ständen wurde der Tod erst auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg bekanntgegeben.
Karl I. (Neapel) Unbestritten ist Karls dominierender Einfluss auf die Politik. Er war es, der das Machtvakuum in Italien nach dem Ende der Staufer ausfüllte und den französischen König wie auch den Papst zu Instrumenten seiner Interessen machte. Diese Politik diskreditierte besonders die moralische Autorität des Papsttums, in dessen Namen Karl zwei Kreuzzüge gegen christliche Mächte führte und somit dessen Weg in das „babylonische Exil“ vorbereitete. Bedingt durch die kaiserlose Zeit avancierte Karl zum mächtigsten Herrscher seiner Zeit, was ihn laut Kienast zum „ungekrönten Kaiser des Abendlandes“ machte. In Dantes "göttlicher Komödie" sitzt Karl vor den Toren des Fegefeuers und singt im Akkord mit seinem Rivalen Peter von Aragon.
Johannes (Kaiser) Nach dem plötzlichen Tod des weströmischen Kaisers Honorius am 15. August 423 in Ravenna erlebte das weströmische Reich eine dreimonatige kaiserlose Zeit. Zwar war formal sein Neffe, der oströmische Kaiser Theodosius II., Erbe des kinderlosen Honorius, was "de iure" die Reichseinheit wiederherstellte, doch ließ diese sich nicht mehr lange aufrechterhalten: Seit Jahrzehnten war es üblich, dass mindestens zwei Kaiser die beiden Hälften des "Imperium Romanum" beherrschten. Theodosius zögerte dennoch mit der Ernennung eines neuen "Augustus" für den Westen, vermutlich in Ermangelung eines geeigneten Kandidaten, vielleicht aber auch, weil er plante, das Gesamtreich fortan alleine zu regieren.
Aventurien Das Neue Reich: Als der letzte der "Klugen Kaiser" stirbt, übernimmt die Praios-Kirche die Herrschaft über das inzwischen fast ganz Aventurien umspannende Mittelreich und begründet 335 BF die Dynastie der "Priesterkaiser", die geprägt ist von religiösen Verfolgungen und in der der Zerfall des Reiches beginnt. 466 BF vertreibt der mächtige und weise Magier Rohal die Priesterkaiser und führt das Reich zu Frieden und Wohlstand. Nach mehr als einhundert scheinbar alterslosen Jahren der Herrschaft wachsen Unmut und Misstrauen, Rohal legt die Krone nieder und zieht in die Gorische Wüste, um dort Borbarad zu stellen. Beide Heere werden 590 BF vollkommen vernichtet. Nach Rohals Verschwinden streiten die Magier um sein Erbe und es kommt zu gewaltigen Kriegen bis 595 BF, woraufhin sich die drei Magiergilden bilden. Nachdem während der "Almadander Dynastie" sich viele Provinzen (Liebliches Feld, Bornland, Maraskan, Khôm, Al’Anfa und die Südprovinzen) abgespalten hatten, bricht 902 BF die kaiserlose Zeit an. Erst 933 BF geht als Sieger der grausame "Perval von Gareth" hervor. Seine Dynastie, die sich bis auf den Gründer des Mittelreichs zurückführen lässt, stellt bis heute den Kaiser.
Rudolf I. (HRR) Im 18. Jahrhundert und vor allem im Vormärz und der Biedermeierzeit des 19. Jahrhunderts entstand eine Vielzahl an Dichtungen, Dramen und Sagen über Rudolf von Habsburg. Nicht zuletzt als erster Habsburger, der zum römisch-deutschen König gewählt wurde, war Rudolf ein beliebter Stoff. Durch ihre dynastisch-habsburgische Sichtweise verherrlichten die deutschsprachigen Dramen vielfach Rudolf von Habsburg (Friedrich August Clemens Werthes: "Rudolph von Habsburg" 1785; Anton von Klein: "Rudolf von Habsburg" 1787; Anton Popper: "Rudolf von Habsburg" 1804). In der Dichtung wurden für die Charakterisierung des Habsburgers vielfach die Tugenden der Demut und Frömmigkeit hervorgehoben. Friedrich Schiller thematisierte 1803 in seinem Gedicht "Der Graf von Habsburg" „die kaiserlose, die schreckliche Zeit“, die mit Rudolfs Wahl endete. Als Schiller sein Gedicht im April beendete, war das Heilige Römische Reich durch den Reichsdeputationshauptschluss nur noch eine historische Größe. Die Bearbeitungen August von Kotzebues ("Rudolph von Habsburg und König Ottokar von Böhmen" 1815) und Christian Ludwig Schönes ("Rudolf von Habsburg" 1816) versuchten durch die Herausstellung der negativen Seiten des böhmischen Königs den Habsburger dramatisch zu überhöhen. In seinem Schauspiel "König Ottokars Glück und Ende" (1825) brachte Franz Grillparzer den Konflikt Rudolfs mit dem böhmischen König auf die Bühne. Rudolf tritt als vom Kreuzzug heimgekehrter Friedensbringer im Soldatenrock auf. Das Schicksal Ottokars parallelisierte Grillparzer dabei mit dem von Napoleon Bonaparte.
Odoaker Odoaker tötete Ende August 476 Orestes in einer Entscheidungsschlacht, und kurz darauf auch dessen Bruder Paulus. Romulus hingegen wurde ungewöhnlicherweise nicht getötet, vielmehr setzte Odoaker ihn ab, sagte ihm jedoch ein Jahrgeld zu. Entscheidend war vor allem, dass er weder selbst nach dem Purpur griff noch, wie Orestes, zumindest einen von ihm abhängigen Kaiser einsetzte. Odoaker sandte stattdessen den kaiserlichen Ornat nach Konstantinopel und erklärte, man brauche im Westen keinen eigenen "Augustus" mehr, sondern unterstelle sich direkt dem oströmischen Kaiser, der in seinem Antwortschreiben zwar einerseits darauf hinwies, es gebe in Gestalt von Julius Nepos noch einen legitimen Westkaiser, Odoaker aber andererseits als "patricius" anredete und ihn damit - zumindest in Odoakers Augen - faktisch als Regent des Weströmischen Reiches anerkannte: Bereits seit Jahrzehnten hatten Generäle mit dem Titel "patricius" in Ravenna die tatsächliche Macht in Händen gehalten; in diese Tradition reihte sich nun Odoaker ein. Damit endete "de facto" das weströmische Kaisertum, auch wenn Julius Nepos noch bis 480 lebte und es auch später immer wieder zu Versuchen kam, einen Westkaiser zu installieren. Die weströmische Verwaltung und auch der nun kaiserlose Hof in Ravenna blieben hingegen bestehen. Sodann ernannte sich Odoaker offenbar zum "rex Italiae" („König von Italien“) und wurde spätestens nach dem Tode Julius Nepos’ (480) vom oströmischen Kaiser Zenon als (faktisch unabhängiger) Herrscher Italiens unter oströmischer Ägide anerkannt. Teilweise auftretender Widerstand, ausgehend von rivalisierenden germanischen Truppenführern, wurde rasch niedergeschlagen, so dass Italien als gesichert gelten konnte. Mit dem mächtigen Reich der Vandalen in Nordafrika konnte sich Odoaker verständigen; die Vandalen unterließen es bis 491, ihre Angriffe auf Italien fortzusetzen, und verpachteten sogar das reiche Sizilien an den "patricius".