Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für jeverländischen

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Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für jeverländischen

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Rudolf Christians (Schauspieler) Christians entstammte einer jeverländischen Familie. Nach Beendigung des Gymnasium wollte er eigentlich sofort Schauspieler werden, da jedoch sein Vormund dagegen war, war er gezwungen, bei einem Kaufmann in Oldenburg zu lernen.
GröschlerHaus Träger des GröschlerHauses ist der Zweckverband Schlossmuseum Jever, zu dem sich der Landkreis Friesland, die Stadt Jever und der Altertums- und Heimatverein im Jahre 1991 zusammenschlossen. Geschäftsführerin ist Antje Sander. Mitglieder des Arbeitskreises GröschlerHaus im Jeverländischen Altertums- und Heimatverein betreuen die Einrichtung ehrenamtlich.
Cornelius Falconissa Cornelius Falconissa, auch "Cornelius [pastor] t[h]o westrum" genannt († 1548 oder 1549 in Westrum), war ein Geistlicher an der Westrumer Kirche und einer der 21 jeverländischen Pastoren, die sich 1548 auf Veranlassung der Landesherrin Fräulein Maria schriftlich zum Augsburger Interim äußerten.
Cornelius Falconissa Die Bekenntnisschrift Falconissas trägt den Titel: "Jhesus chrystus vnse hope. 1 Thimo 1. De belydynge edder confessionn des Seers dorch gades gnade tho Vestrum". Sie wurde gegen Ende des Jahres 1548 verfasst. Anlass dazu war ein an die jeverländischen Geistlichen ergangener Aufruf der jeverschen Landesherrin Fräulein Maria und ihres Kanzlers Remmer von Seediek.
Augsburger Interim Schließlich lehnten die 21 jeverländischen Geistlichen, unter ihnen der Westrumer Pastor Cornelius Falconissa, in ihren "persönlichen Bekenntnissen" – wenn auch mit unterschiedlichen theologischen Argumenten − das "Augsburger Interim" im Wesentlichen ab. Ihr Sprecher, der ehemalige Augustiner-Eremit Antonius Morenanus, erklärte während einer Versammlung am 3. Dezember 1548: „Christus [hat] gesagt: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist; deshalb nämlich müsse man in zeitlichen Dingen dem Kaiser stets in allen Stücken gehorchen und ihm geben, was ihm gehört. Aber in der Sache des Heils sei Gott zu geben, was sein ist, damit jener Spruch nicht ins Gegenteil verkehrt werde. Denn man müsse Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Über den weiteren Gang der Verhandlungen heißt es dann: „[Die jeverländischen Geistlichen] bewiesen sogleich, wie jenes kaiserliche Buch, das sogenannte Interim, Lehren enthalte, die mit dem Wort Gottes unvereinbar sind. Der größere Teil verwarf deshalb dieses Buch.“
Cornelius Falconissa Falconissas „Bekenntnis“ erinnert im Stil „an eine leidenschaftlich vorgetragene Predigt“ (Rolf Schäfer). Es enthält eindringliche Appelle und eingestreute Gebete. Fiktive Gespräche mit Rede und Gegenrede wechseln sich mit stark akzentuierten Ermahnungen ab. Die häufige Verwendung von Bibelzitaten verrät ein „fleißiges und langjähriges Bibelstudium“ des Autors. Ein Akrostichon zum Begriff "INTERJM" sowie eine allegorische Auslegung der apokryphen Susanna-Schrift fallen bei Falconissa besonders auf. Sie finden in den anderen jeverländischen Bekenntnisschriften keine Verwendung.
Cornelius Falconissa Falconissa hat seiner wohl in sehr kurzer Zeit angefertigten Schrift keine Kapitelüberschriften beigegeben. Nach Rolf Schäfer können aber neben einer „vorangeschickten "Bescheidenheitsformel"“, einer ausführlichen "Widmung", die Fräulein Maria und ihrem Hofstaat gilt, sowie einem "Nachwort an die jeverländischen Beamten" vier Hauptpunkte ausgemacht werden. Dazu gehören (1) Falconissas Ausführungen zum rechten Gottesdienst, (2) das bereits erwähnte Akrostichon, (3) ein relativ kurzes Statement zur Kindertaufe und (4) eine breit angelegte Ausführung zum Herrenmahl.
Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch Im Jahr 1936 erwarb der NS-Staat das umfangreiche Areal des "Gutes Sanderbusch". Als letzter Eigentümer dieses traditionsreichen Adelssitzes, der Mitte des 16. Jahrhunderts vom jeverländischen Kanzler Remmer van Seediek errichtet worden war, wird Redmer Daun (1862–1944) genannt. Der Park des Gutes wurde nach dem Kauf durch den Fiskus unter Naturschutz und der historische Gutshof unter Denkmalschutz gestellt. Trotz des damals staatlich garantierten Schutzes wurde in den folgenden Jahrzehnten die ursprüngliche Parkanlage nach und nach zerstört. Der alte Gutshof verfiel; sein Abriss erfolgte 1971. Heute weist nur noch die Kastanienallee am "Pflegeheim Sanderbusch" auf den ehemaligen Adelssitz hin.
Herrschaft Jever Im Jahre 1359 soll es Edo Wiemken gelungen sein, die Herrschaftsbereiche der drei Häuptlinge in Rüstringen, Östringen und Wangerland, die auch hier die Zeit der sogenannten Friesischen Freiheit beendet hatten, unter seiner eigenen Regentschaft zu vereinigen (mittlerweile ist dies in der geschichtswissenschaftlichen Diskussion umstritten, und wahrscheinlich gelang die dauernde Einigung der „jeverländischen“ Gebiete erst im 15. Jahrhundert). In den folgenden 200 Jahren verblieb Jever unter der Herrschaft seiner Nachkommen, denen es gelang, die Herrschaftsansprüche der erstarkenden Grafen von Ostfriesland aus der Familie der Cirksena, die die dortige lokale Häuptlingsherrschaft beendet hatten, abzuwehren und sich von der weiteren politischen Entwicklung Ostfrieslands abzusondern.
Cornelius Falconissa Wie lange Falconissa als Geistlicher in Westrum gewirkt hat, lässt sich aus seiner Eingabe an die jeversche Herrschaft und aus einer handschriftlichen Bemerkung, die der Hohenkirchener Vikar Hermannus Heronis unter Falconissas „Bekenntnis“ setzte, indirekt folgern. Der Inhalt der Eingabe macht einen Dienstbeginn Falconissas um 1540 wahrscheinlich. Verstorben ist er – so lässt sich aus der erwähnten handschriftlichen Notiz ableiten – im Winter 1548/1549. Die „Seelenzahl“ des Westrumer Kirchspiels lag im 16. Jahrhundert bei nur 88 und damit weit unter dem Durchschnitt der jeverländischen Gemeinden. In seiner auf den 25. Dezember 1540 datierten „Eingabe“ an die jeversche Herrschaft machte Falconissa allerdings nicht die geringe Mitgliederzahl für den beklagenswerten Zustand der Kirchenkasse verantwortlich. Er verwies auf eine Umfrage „bei oldt unde junck“, die er „nu up Winachsdach na dat sermon“ durchgeführt hatte. Danach hätte das kleine Kirchspiel in früheren Zeiten keine Not gelitten. Nachdem aber der „salige juncker Bojen“ einen Teil des gemeindeeigenen Kirchenlandes ohne Wissen und Einwilligung der zuständigen Kirchspielleute versetzt oder veräußert hatte, wäre es zu den gegenwärtigen Unterhaltsproblemen gekommen. Deshalb sollte doch Fräulein Maria sowie ihr Kanzler dafür Sorge tragen, dass die Gemeinde ihre Güter zurückerhält.