Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für handlungsregeln

vermitteltheit    0.540912

seelenteil    0.539626

selbstidentität    0.534078

assertorische    0.532535

mehrdarbietung    0.531482

rechtspflichten    0.530943

elementarste    0.528315

phrónēsis    0.524359

überseele    0.522364

vernunftgemäße    0.519050

Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für handlungsregeln

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Ethik Als Hauptgegenstand der Ethik gelten den meisten Philosophen die menschlichen Handlungen und die sie leitenden Handlungsregeln. Die Ergebnisse bestehen in anwendbaren ethischen (bzw. moralischen) Normen, die beinhalten, dass unter bestimmten Bedingungen bestimmte Handlungen geboten, verboten oder erlaubt sind.
Utilitarismus Im Unterschied dazu bezieht der Regelutilitarismus das utilitaristische Kriterium auf "Handlungsregeln" wie beispielsweise „Versprechen soll man halten“. Dazu wird ein zweistufiges Verfahren angestrengt. In einem ersten Schritt wird gefragt, welche Konsequenzen die Befolgung der zur Auswahl stehenden Handlungsregeln jeweils hätte und wie diese Konsequenzen zu bewerten sind. Zu wählen ist dann diejenige Regel, die den größten allgemeinen Nutzen mit sich bringt. In einem zweiten Schritt werden dann die einzelnen Handlungen aufgrund der beschlossenen Regeln bewertet; eine Anwendung des utilitaristischen Prinzips auf jede einzelne Handlung findet jedoch nicht statt.
Namus In einer strengeren Auslegung dieser Handlungsregeln wird eine missbrauchte Frau nicht als Opfer gesehen. Dies kann dazu führen, dass die Verwandten einer vergewaltigten Frau die Familienehre durch einen Ehrenmord an der Geschädigten wiederherstellen, oder dass die Frau sich unter sozialem Druck selber das Leben nimmt.
Philosophische Anthropologie Aufgrund des möglichen Vorhalts eines naturalistischen Fehlschlusses vom Sein auf das Sollen haben die meisten philosophischen Anthropologien auf eine Verknüpfung der Analyse der menschlichen Identität und Lebenswelt mit Handlungsregeln verzichtet. Allerdings kann man durchaus den jeweiligen Status vom Standpunkt der Zweckmäßigkeit aus beurteilen und unter diesem Gesichtspunkt normative Aussagen treffen. Dies ist der Ansatz von Wilhelm Kamlah, der alle Handlungen des Menschen in Abhängigkeit von seinen Bedürfnissen und Widerfahrnissen betrachtete. Dabei ist der Mensch kein Einzelwesen, sondern immer auf den Anderen angewiesen. Daraus leitet sich die Notwendigkeit von Handlungsregeln ab, die Kamlah in einer eudämonistischen Ethik als Philosophie der Lebenskunst sah. Die hierin eingeschlossene Kritik am Verbot des Selbstmordes bei entsprechend negativen Lebensbedingungen setzte er 1976 mit seinem Suizid selbst um.
Normativ-ontologisch Auf dieser Grundlage versuchen Wissenschaftler dieser Forschungsrichtung mittels wissenschaftlicher Methoden nicht nur die Realität zu beschreiben und zu erklären, sondern auch das, "was sein soll", zu finden. Letzteres sei möglich, weil von der "Betrachtung" der Seinsordnung der Welt (und der Stellung des Menschen in dieser) praktische Handlungsregeln für das menschliche Zusammenleben "abgeleitet" werden könnten. Diese Möglichkeit wird dagegen von Vertretern empirisch-analytisch arbeitender Ansätze bestritten (Humes Gesetz, Wiener Kreis).
Behavioralismus Solange sich Personen auf gemeinsame Regeln geeinigt haben, kann von einem gelungenen Integrationsprozess gesprochen werden. Stabile Gesellschaften setzen solche Integration durch Interaktion voraus. Nur wenn zu viele Menschen abweichen, müssen diese Handlungsregeln modifiziert werden. Für das Individuum sind solche Regeln nicht nur ein störendes Hindernis, sondern sie bieten auch gewisse Garantien, mit welchen Reaktionen bei bestimmten Handlungen zu rechnen ist, und mindern so die prinzipielle Unsicherheit der Handlungsfolgenabschätzung.
Kategorischer Imperativ Im Gegensatz zum Regel-Utilitarismus, bei dem Handlungsregeln nur nach dem Nutzen bewertet werden, den sie hervorbringen, und im Gegensatz zum Handlungs-Konsequentialismus, der Handlungen nur nach ihren Folgen bewertet, ist der kategorische Imperativ deontologisch. Es wird eben nicht bewertet, was die Handlung bewirkt, sondern wie die Absicht beschaffen ist. Wenn der Wille gut ist, dann ist auch die Handlung moralisch gerechtfertigt. Der Wille zum Guten allein ist das, was moralisch gut ist.
Regelutilitarismus Der Regelutilitarismus kann als Antwort auf die Kritik gesehen werden, dass der Handlungsutilitarismus Benthams eine Ethik der Mehrheit sei. Der Handlungsutilitarismus ließe dieser Kritik folgend Minderheitendiskriminierungen zu, wenn sie insgesamt die Tendenz haben, das aggregierte Glück aller Einzelnen, das Glück der Gesellschaft zu befördern. Der Regelutilitarismus lässt im Gegensatz dazu Minderheitendiskriminierungen moralisch insofern nicht gelten, als er Handlungsregeln fordert, welche von allen Individuen strikt eingehalten werden müssen.
Peter Singer Singer vertritt mittlerweile den klassischen Utilitarismus, wobei er lange Zeit ein Verfechter des Präferenzutilitarismus war. Bei letzterem soll sich die Bewertung von Handlungen oder Handlungsregeln an der Erfüllung der Präferenzen der Betroffenen bemessen, die zur ethischen Urteilsfindung miteinander verrechnet werden müssen. Eine Begründung dafür, überhaupt moralisch zu handeln, ist nach Singers Überzeugung nicht rational beweisbar unter Absehung von individuellen Präferenzen und des jeweiligen Wesens der Individuen. Bekannt ist er sowohl für seine Ausarbeitung des von ihm vertretenen Ethikansatzes wie dessen vielfältige Anwendungen, unter anderem in diversen Fragen der Bioethik.
Regelutilitarismus Regelutilitarismus (englisch ‚rule utilitarianism‘) ist eine ethische Position, welche sich auf Prinzipien des Utilitarismus beruft. Der Regelutilitarismus wendet das Kriterium des größten allgemeinen Glücks auf Handlungsregeln an, jedoch nicht auf konkrete einzelne Handlungen. Der Regelutilitarismus kann deshalb als Antwort auf Kritiken am Akt- oder Handlungsutilitarismus gesehen werden. Selbst zählt er jedoch zu den Ethiken der Deontologie, da er mit Hilfe einer, zwar nach dem utilitaristischen Prinzip begründeten Regel, doch stets nur die Handlung selbst betrachtet, und nicht die konkreten Folgen einer Handlung, wie der Utilitarismus als eine Teleologie es tut.