Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für domitian

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Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für domitian

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Domitian Ähnlich wie vor ihm Caligula und nach ihm Commodus brach Domitian damit die Spielregeln des Prinzipats, denen zufolge der Kaiser zwar faktisch alle Macht in Händen hielt, nach außen aber die Rolle von Volk und Senat in Ehren zu halten hatte. Domitian scheint diese seit Augustus übliche Fassade zumindest in der zweiten Hälfte seiner Regierung immer weniger gepflegt zu haben und brüskierte durch die Offenlegung der tatsächlichen Machtverhältnisse den Senat immer mehr. 85 übernahm er schließlich noch das Amt des Zensors auf Lebenszeit und damit das Recht, Senatoren zu ernennen und zu entlassen. Als einziger Kaiser führte Domitian offiziell den Titel eines "censor perpetuus". Allerdings nahm Domitian für sich nicht in Anspruch, selbst ein Gott zu sein, und er forderte für sich selbst keine göttliche Verehrung, vielmehr sah er sich unter göttlichem Schutz stehend.
Domitian Domitian und seine Berater hatten schnell erkannt, dass der Wert der vertraglichen Beziehungen zu den germanischen Stammeseliten bei ausreichender Stärke der römischen Grenztruppen nicht hoch einzustufen war. Ein aktives Eingreifen in innergermanische Konflikte im Sinne einer Schutzmacht stand nie zur Diskussion. Als die Cherusker ein Jahr nach dem Chattenkrieg Domitians von diesen bedrängt Rom um Hilfe baten, erhielten sie keine militärische, sondern finanzielle Unterstützung. Danach fanden nahezu keine erkennbaren diplomatischen Aktivitäten jenseits des Limes statt.
Domitian Die Feldzüge gegen die Chatten brachten reiche Beute ein und führten zu kleineren Gebietsgewinnen für die Römer; sie mussten abgebrochen werden, da die Legionen an der Donau benötigt wurden. Mitte 85 drangen starke dakische Kriegerverbände des Stammesfürsten Diurpaneus von Nordosten in die römische Provinz Moesien ein und trafen die Römer völlig unvorbereitet. Der Statthalter Gaius Oppius Sabinus fiel während der gescheiterten Abwehrkämpfe, die Daker plünderten und brandschatzten viele Siedlungen und Kastelle. Der Kaiser ordnete eine Verlegung von Legionen aus allen Teilen des Reiches an und begab sich selbst mit seinen Prätorianern unter dem Befehl von Cornelius Fuscus an die moesische Front. Auf dem Marsch von Rom aus verstärkte Domitian seine Truppen aus Pannonien und Dalmatien. Das Oberkommando führte der Kaiser, den Oberbefehl erhielt Fuscus, ihm beigeordnet waren die Legaten Marcus Cornelius Nigrinus Curiatius Maternus und Lucius Funisulanus Vettonianus. Mit zwei erfolgreichen Expeditionen konnte Diurpaneus über die Donau zurückgetrieben werden, Domitian erhielt drei imperatorische Akklamationen und kehrte nach Rom zurück, wo er seinen ersten Dakertriumph feierte.
Domitian Seit den 1960er Jahren begann die Forschung, das Domitianbild zu revidieren. Rainald Goetz (1978) und Brian Jones (1979) näherten sich dem Kaiser prosopographisch mit einer Untersuchung seiner Unterstützer und Gegner an. Ihr Urteil ist, dass Domitian als Person schwierig gewesen sein kann, seine Herrschaft komplex und vieles unerklärlich sei. Insgesamt sehen sie seine Regierungszeit als positiv an und die Schwierigkeiten in der Missachtung des Senats. In den 1990er Jahren versuchten Christian Witschel und Pat Southern, den Kaiser psychologisch zu deuten, und sahen ihn als Opfer seines Ehrgeizes, seiner Kindheit und Jugend oder seiner Zurücksetzung hinter Titus. Die neueste Einführung zur Zeit der Flavier von Stefan Pfeiffer aus dem Jahr 2009 lehnt die psychologisierenden Ansätze ab. Pfeiffer kategorisiert, ähnlich wie Jones, Domitian als fähigen Herrscher und Verwalter und sieht die Gründe für sein Scheitern im Verhältnis zum Senat und dessen deutlichen Ausschluss an der politischen Teilhabe.
Domitian Seit dem Ende der 80er Jahre wurden aus den Legaten der germanischen Heere konsularische Statthalter der beiden schmalen Grenzprovinzen Ober- und Niedergermanien. Im Rang und in ihrer Laufbahn standen sie etwa zwischen den Statthaltern der beiden moesischen und denen der großen, mit drei Legionen besetzten Provinzen wie Britannien, wohin der militärische und politische Aufstieg die Statthalter der germanischen Provinzen häufig führte. Zensus und Finanzverwaltung und damit das gesamte Steuerwesen unterstanden weiterhin dem Prokurator von Gallien (Sitz: Augusta Treverorum). Die Hauptstädte der beiden Provinzen und Sitze der Statthalter blieben in Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) und Mogontiacum (Mainz), wo sich das Oberkommando der beiden Heere befunden hatte.
Domitian Im Jahr 92 war Domitian erneut an der östlichen Donaufront, um die Einfälle der sarmatischen Jazygen niederzuschlagen, die zuvor bei Brigetio die Legio XXI Rapax vernichtet hatten. Dieser Sarmatenkrieg wurde anschließend von dem Dichter Arruntius Stella verherrlicht.
Domitian Auch spätere antike Geschichtsschreiber wie Jordanes gehen knapp auf Domitian ein. Noch Prokopios von Caesarea schildert ihn um 550 als Tyrannen und behauptet, die Römer hätten derart unter ihm gelitten, dass sie seinen Körper nach seiner Ermordung in kleine Stücke zerhackt hätten.
Domitian Titus Flavius Domitianus (* 24. Oktober 51 in Rom; † 18. September 96 ebenda), meist kurz Domitian genannt, war römischer Kaiser von 81 bis 96. Als Nachfolger seines Vaters Vespasian und seines Bruders Titus war er der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier.
Domitian Domitian wurde in der traditionell von Senatoren verfassten Geschichtsschreibung als schlechter Princeps und Tyrann "(pessimus princeps)" dargestellt, da er dem Senat nicht den gewünschten Respekt entgegenbrachte und Entscheidungen traf, ohne ihn zu konsultieren. Nach seinem Tod sollte seine Selbstdarstellung als Kaiser offiziell ausgelöscht werden. Erst die moderne Forschung ab Ende des 20. Jahrhunderts revidierte das Domitianbild. Seine militärischen Erfolge in Germanien und Pannonien sowie seine Finanz- und Provinzpolitik lassen ihn als fähigen Herrscher erscheinen. Zugleich bleiben seine Persönlichkeit und Herrschaftsauffassung in Teilen unerklärlich.
Domitian Wie die meisten römischen Kaiser förderte Domitian Kunst und Künstler und war unter anderem Mäzen der Dichter Statius und Martial.