Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für diokletian

gallienus    0.817894

domitian    0.810729

justinian    0.809227

vespasian    0.801565

trajan    0.794406

aurelian    0.776309

commodus    0.758862

valentinian    0.749507

maurikios    0.748433

theodosius    0.737026

Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für diokletian

Article Example
Diokletian Dieses System entwickelte Diokletian schrittweise. Im Jahr 285 (wann genau ist umstritten) ernannte er seinen alten Kameraden Maximian zum "Caesar", am 1. April 286 schließlich zum "Augustus". Maximian sollte im Westen herrschen, während Diokletian den Osten regierte. Allerdings blieb Diokletian der Seniorpartner und Maximian an "auctoritas" überlegen. Diokletian nahm den Namen "Iovius" an (etwa gleichbedeutend mit „Abkömmling des Gottes Jupiter“), während Maximian sich "Herculius" nannte. Somit war das Kaisertum auch sakral zementiert, wobei Diokletian seine Führungsrolle betonte. Ob der weitere Ausbau zur Viererherrschaft bereits zu diesem Zeitpunkt geplant war, ist in der Forschung umstritten. Der teilweise, vor allem in der älteren Forschung, geäußerte Vorwurf, Diokletian habe das Prinzip begründet, dass der Kaiser "dominus et deus" („Herr und Gott“) sei, ist so allerdings nicht korrekt, da die Anrede bereits früher, unter anderem bei Domitian, auftaucht. Richtig ist aber, dass Diokletian die sakrale Würde des Kaisers stärker betonte sowie dessen absoluten Herrschaftsanspruch herausstellte.
Diokletian Insgesamt kam es zu einem erhöhten Steuerdruck und einer Zentralisierung und Bürokratisierung der Verwaltung, die völlig untypisch für den Prinzipat gewesen ist, weshalb man auch der Spätantike insgesamt das Etikett eines „Zwangsstaates“ aufprägen wollte (Dominat), was aber in dieser Schärfe nicht haltbar ist. Denn objektiv betrachtet war diese „Bürokratisierung“, verglichen mit modernen Staaten, sehr moderat; auch die Klage in den Quellen über den zunehmenden Steuerdruck dürfte wenigstens teilweise subjektiv gefärbt sein. Vor allem sollten die Reformen eine bessere Verwaltung und fließende Steuereinnahmen garantieren, ohne die an eine Sicherung des Reiches nicht zu denken war: Da sich die äußeren Bedingungen verändert hatten, musste sich das Imperium diesen anpassen.
Diokletian Auch das Heer wurde reformiert: Die Anzahl der Legionen wurde von 33 auf etwa 70 erhöht, allerdings gleichzeitig ihre Mannschaftsstärke auf maximal 2000 reduziert. Die meisten Legionen waren teilweise nur rund 1000 Mann stark. Die Grenzen wurden systematisch befestigt. Zudem baute Diokletian vielleicht den Anteil des Bewegungsheeres (Comitatenses) aus, die Bedeutung der Reiterei nahm weiter zu. Konstantin sollte auch auf diese Maßnahmen noch aufbauen.
Diokletian Heute stellt „die mit Abstand wichtigste Inschrift der Spätantike“ eine wichtige Quelle für die Wirtschaftsgeschichte dar.
Diokletian Die Darstellungen zeitgenössischer christlicher Autoren, zu nennen sind vor allem Lactantius ("De mortibus persecutorum") sowie Eusebius von Caesarea ("Historia ecclesiastica"), sind aufgrund der von Diokletian betriebenen anti-christlichen Politik negativ gefärbt, enthalten aber nicht unwichtiges Material. Knappe und durchaus nützliche Informationen bieten die verschiedenen spätantiken Breviarien (wie Aurelius Victor, Eutropius, Rufius Festus und die "Epitome de Caesaribus"), die auf eine gemeinsame Quelle zurückgegriffen haben, die sogenannte "Enmannsche Kaisergeschichte". Erhalten ist auch ein knappes anonymes Geschichtswerk aus dem 4. Jahrhundert, der sogenannte "Anonymus Valesianus" (erster Teil), der sehr wertvolles und zuverlässiges Material enthält und wenigstens auf die Schlussphase der Tetrarchie eingeht. Der Diokletian betreffende Teil im Geschichtswerk des Zosimos, der sich dafür auf Eunapios von Sardes gestützt hat, ist verloren gegangen. Von Bedeutung sind noch einige spätere byzantinische Geschichtsschreiber, wie Theophanes und Johannes Zonaras, die teilweise auf heute verlorene Werke zurückgreifen konnten.
Diokletian Unter Forschern wird kontrovers diskutiert, ob das Edikt sein Ziel erreichte oder eine Niederlage für Diokletian darstellte: Da die Preise für Handwerkserzeugnisse sehr hoch lagen, litt besonders die ärmere Bevölkerung unter dem Edikt. Da weder die unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse in den einzelnen Provinzen noch die Transportwege berücksichtigt waren, verlor das Edikt bald an Bedeutung, und eine größere Wirkung blieb insgesamt aus. Formell wurde es niemals außer Kraft gesetzt.
Diokletian Einige Forscher vermuten dagegen, dass das Edikt von vornherein nur einem begrenzten Ziel dienen sollte, etwa einer Stabilisierung der Marktpreise durch Verhinderung zügelloser Preisanstiege. Dies wird durch die Tatsache untermauert, dass die festgelegten Maximalpreise teilweise über den damals aktuellen Marktpreisen lagen. Im Zusammenhang mit den Münzreformen von 293 und 301 kann es also auch als erfolgreich angesehen werden.
Diokletian Die Quellenlage generell zur diokletianisch-konstantinischen Zeit ist eher dürftig. Zeitgenössische profangeschichtliche Werke fehlen völlig. Bekannt ist aber, dass beispielsweise der Ägypter Soterichos auf Diokletian ein Enkomion verfasst hat, das aber bis auf wenige Fragmente verlorengegangen ist. Möglicherweise wurde auf Diokletian auch in den heute ebenfalls verlorenen Werken des Bemarchios und Praxagoras von Athen eingegangen; zumindest bei Praxagoras dürfte dies wahrscheinlich sein, wenn man der Zusammenfassung des byzantinischen Gelehrten Photios folgt. Fraglich ist vor allem, ob in diokletianisch-konstantinischer Zeit eine reichhaltige Geschichtsschreibung betrieben wurde; die Mehrheit der Forschung geht zumindest für den lateinischen Westen nicht davon aus, wenngleich Bruno Bleckmann nicht ausschloss, dass dieses Bild auf der Überlieferungsgeschichte beruht und dass durchaus lateinische Geschichtswerke verfasst wurden, die nicht erhalten sind. Auch der Verlust späterer Geschichtswerke, in denen die Tetrarchie behandelt wurde (wie den entsprechenden Partien bei Ammianus Marcellinus sowie bei Virius Nicomachus Flavianus, der vermutlich die Kaiserzeit behandelt hat), erschwert eine Rekonstruktion nicht unerheblich.
Diokletian Diokletian wurde um 240 im lateinischsprachigen Teil von Illyrien (vielleicht in Dioclea in der Nähe von Solin) geboren; es finden sich unterschiedliche Angaben zwischen 236 und 245. Er stammte offenbar aus einfachen Verhältnissen (Freigelassener oder Sohn eines Schreibers), doch ist genaueres nicht bekannt. Er hatte sich in der Armee bis zum Befehlshaber der Gardeeinheit "protectores domestici" (der kaiserlichen Leibgarde) hochgedient, als man ihn am 20. November 284 in Nikomedia zum römischen Kaiser ausrief, nachdem Kaiser Numerian auf rätselhafte Weise den Tod gefunden hatte. Er änderte daraufhin seinen Namen in "Gaius Aurelius Valerius Diocletianus". Unmittelbar im Anschluss an die Ausrufung zum "imperator" und die Erhebung zum "princeps" soll er seinen Rivalen Aper mit eigener Hand erschlagen haben. Im Frühling 285 traf er dann in der Schlacht am Margus auf das Heer des legitimen Kaisers Carinus, des älteren Bruders und Mitkaisers seines Vorgängers Numerian. Obwohl Diokletians Heer unterlag, wurde Carinus nach der Schlacht aus unklaren Gründen von seinen eigenen Leuten ermordet. Mit dessen Tod war Diokletian der unbestrittene Herrscher des Imperiums – und sah sich nun mit dessen Problemen konfrontiert.
Diokletian All diese Maßnahmen brachten Diokletian den Ruf ein, der große Reformator des römischen Staates gewesen zu sein, der das Reich nach der Reichskrise wieder stabilisierte. Dieses Lob gebührt ihm durchaus zu Recht: Seine Verwaltungsreform war bahnbrechend und schuf die Grundlage für den spätrömischen Staat. Allerdings ging es ihm dabei wohl weniger darum, etwas völlig Neues zu schaffen, als vielmehr das Alte auf eine neue Grundlage zu stellen und zu sichern.