Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für coutumier

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Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für coutumier

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Tiga (Neukaledonien) Tiga gehört zur Gemeinde Lifou und darin zum "district coutumier" (traditioneller Distrikt) "de Loessi".
Rechtskreis Mitte des 15. Jahrhunderts erließ Karl VII. die Order, das bis dahin vor allem auf mündlicher Überlieferung basierende Gewohnheitsrecht des französischen Nordens aufzuzeichnen. Auch dies trug dazu bei, dass das Gewohnheitsrecht gegenüber dem römisch-französischen Recht eine starke Stellung behielt. Daneben führte es zu einer Annäherung von "droit écrit" und "droit coutumier" und leitete die Herausbildung des gemeinfranzösischen Gewohnheitsrechts "(droit coutumier commun)" ein.
Rechtskreis Der "Code civil" ist zum einen stark vom naturrechtlichen Pathos der Französischen Revolution geprägt, zum anderen aber auch vom vorrevolutionären Recht. Dies sind das auf dem fränkisch-germanischen Lehnsrecht basierenden Gewohnheits- und Partikularrecht "(droit coutumier)" aus dem Norden Frankreichs und das gemeine Recht französischer Prägung "(droit écrit)" aus dem Süden Frankreichs.
Ludwig IX. (Frankreich) Der Errichtung einer königlichen Rechtshoheit diente nicht nur die Heranziehung des römischen Rechts, sondern auch die unter Ludwigs Herrschaft vorangetriebene schriftliche Fixierung nordfranzösischer Gewohnheitsrechte. Die wichtigsten Werke waren dabei die "Coutumes de Beauvaisis" des Philippe de Beaumanoir, das "Conseil à un ami" des Pierre de Fontaines, das "Livre de Jostice et de Plet", die "Grand Coutumier de la Normandie" und die "Établissements de Saint Louis". Die Urteile des königlichen Parlaments wurden ab 1254 systematisch in einem Register, dem "Olim", gesammelt.
Südfrankreich Bis zur Französischen Revolution galt im Süden eine andere Rechtsordnung als im Norden. Im südlichen "pays du droit écrit" („Land des geschriebenen Rechts“) galt das römische Recht praktisch unverändert fort. Im nördlichen "pays des coutumes" oder "pays du droit coutumier" („Land des Gewohnheitsrechts“) fanden dagegen verschiedene lokale, germanisch-fränkisch beeinflusste Gewohnheitsrechte Anwendung. Erst durch den Code civil von 1804 wurde eine frankreichweite Rechtseinheit hergestellt. An seiner Ausarbeitung beteiligten sich gleichermaßen nord- und südfranzösische Juristen, um beide Rechtstraditionen einfließen zu lassen.
Montret Die Knabenschule, Friedensrichterhaus und Mairie wurden 1845 erbaut, 1870 der Bahnhof der Linie "Chalon-sur-Saône"–"Lons-le-Saunier", die 1955 aufgegeben wurde. Die Mädchenschule datiert aus 1901, die Post von 1909 und 1910 wird die alte "freie Schule" zur Polizeistation. Heute befindet sich die "Mairie" in einem alten Lebensmittelgeschäft. "Julien Duriez", Kunstmaler aus "Chalon-sur-Saône", der in Saint-Usuge geboren wurde, wohnte in Montret. Die "Serrée" bildete die Grenze zwischen Droit Écrit und Droit Coutumier. 1988 bestanden noch 28 Landwirtschaftsbetriebe. Am 1. August 1849 wurde der Weiler "Montroux" von "Savigny-sur-Seille" losgelöst und mit Montret vereinigt.
Code civil Bis dahin galt im Süden Frankreichs das römisch-französische Recht (als "droit écrit" genannt), das gemeine Recht französischer Prägung mit manchem Zopf, im Norden überliefertes Gewohnheitsrecht ("droit coutumier") sowie für wenige Jahre ein Übergangsrecht der Französischen Revolution. Ziel der Kommission war es, eine Verbindung von kodifiziertem Recht und Gewohnheitsrecht und – vor allem – dem revolutionären Recht herzustellen. Das Gedankengut der Französischen Revolution zeigt sich vor allem im Grundsatz der Gleichheit aller Männer vor dem Gesetz, dem Schutz und der Freiheit des männlichen Individuums und des Eigentums und der strikten Trennung zwischen Religion und Staat. Die Rechte der Frauen wurden explizit stark eingeschränkt. Ein fünfbändiges Werk des Anwalts Jean Domat gilt als wichtige Quelle für den Code civil. Neben dem Einfluss von Domat ist aber auch der von Robert-Joseph Pothier nicht zu unterschätzen, dessen Werk zeitlich näher an der Entstehung des Code civil liegt als das von Domat.
Recht Frankreichs Auch nach dem Untergang des weströmischen Reiches erhielt sich das römische Recht in Südgallien großen Einfluss. Bis ins 12. Jahrhundert bildet dort die "Lex Romana Visigothorum" eine der wichtigsten Rechtsquelle. Ihr römischrechtlicher Inhalt vermengte sich im Laufe der Zeit – auch aus Unkenntnis des römischen Rechts – mit örtlichen Rechten zum Vulgarrecht. Aber schon im 12. Jahrhundert hat das Studium des justinianischen "Corpus Iuris Civilis" an den Universitäten Montpellier und Toulouse Wurzel stark geschlagen. Für die in Nordgallien germanischen Erobererstämme war bis zu den Karolingern nach dem Personalitätsprinzip das jeweilige germanische Volksrecht maßgeblich, teilweise auch in Form schriftlicher Aufzeichnungen "(lex Salica," "lex Ripuaria)." Ab dem 12. Jahrhundert bildete sich eine vergleichsweise klare Trennungslinie auf Höhe der Loire heraus: Im Süden galt weitgehend das aus dem "Corpus Iuris Civilis" entstandene gemeine Recht (als "droit écrit" genannt), im Norden das auf dem germanisch-fränkisch-feudalistischen Gewohnheitsrecht basierende "droit coutumier." Diese Zweiteilung währte bis 1789.
Robert-Joseph Pothier Pothier forschte zunächst zum Römischen Recht, da er dessen Bedeutung für das französische Recht erkannt hatte. So verlieh er in seinem Werk "Pandectae Justinianeae in novum ordinem digestae" den Pandekten eine grundlegend neue Systematik und komprimierte die unübersichtliche Materie auf das Wesentliche. Zudem bemühte er sich, aufgedeckte Widersprüche innerhalb des Textes durch eigene Beiträge aufzulösen. Später widmete Pothier sich dem französischen Recht, zunächst dem "droit coutumier" (Gewohnheitsrecht). Nach einer ersten Analyse von 1740 ("„Coutume d'Orléans“") stellte er dem französischen Gewohnheitsrecht in einer zweiten Auflage methodisch das Römische Recht gegenüber. Als bekanntestes und bedeutendstes Werk Pothiers müssen wohl seine "„traités“" angesehen werden, in denen er die vom Gewohnheitsrecht kaum erfassten gegenseitigen Verträge behandelte. Diese Lehrbücher von Pothier über das Vertragsrecht hatten großen Einfluss bei der Schaffung des Code civil. Teilweise wurden Passagen aus den "traités" wortwörtlich übernommen. Durch sein Werk brachte Pothier französisches und Römisches Recht erstmals auf einen gemeinsamen Nenner und erreichte damit einen gewissen Grad der Verschmelzung beider Materien, was sich auf die kommende Gesetzgebung in ganz Europa maßgeblich auswirkte.