Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für caracalla

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domitian    0.848440

vespasian    0.834338

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Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für caracalla

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Caracalla Einen erheblichen Teil seiner Kindheit verbrachte Caracalla in Rom. Sein Vater war ab 191 Statthalter der Provinz Oberpannonien. Die Kinder der Provinzstatthalter mussten auf Anordnung des Kaisers Commodus in Rom bleiben, denn der misstrauische Kaiser wollte sich gegen das Risiko von Aufständen der Statthalter absichern, indem er ihre Kinder in seinem unmittelbaren Machtbereich behielt. Als Kind soll sich Caracalla durch angenehme Eigenschaften ausgezeichnet haben. Er war fünf Jahre alt, als sein Vater am 9. April 193 von den Donaulegionen zum Kaiser ausgerufen wurde. Von Mitte 193 bis 196 hielt er sich mit seinem Vater im Osten des Reichs auf, dann kehrte er über Pannonien nach Rom zurück.
Caracalla Als Kaisersohn erhielt Caracalla eine sorgfältige Erziehung. Daher war er nicht ungebildet; als Kaiser war er offenbar in der Lage, sich an intellektuellen Gesprächen zu beteiligen, und schätzte rhetorische Fähigkeiten.
Caracalla Unter diesen Umständen war eine gewaltsame Austragung des Konflikts unausweichlich. Um beide Brüder hatte sich ein Kreis von Anhängern gebildet; Geta war zumindest bei einem Teil der Soldaten beliebt. Daher wagte Caracalla vorerst nicht, offen gegen ihn vorzugehen. Die römische Stadtbevölkerung, der Hof, der Senat, die Prätorianer und die in der Hauptstadt und ihrer Umgebung stationierten Truppen waren gespalten oder unschlüssig, so dass ein großer Bürgerkrieg bevorzustehen schien.
Caracalla Die Zwecke und die Tragweite der "Constitutio Antoniniana" sind bis heute nicht befriedigend geklärt. Flankierende Maßnahmen zur Integration der Neubürger scheint Caracalla nicht getroffen zu haben, ein umfassendes, langfristiges Gesamtkonzept war mit der Bürgerrechtsverleihung anscheinend nicht verbunden. Caracalla gibt an, er habe sich zu dem Schritt entschlossen, weil er den Göttern für seine Rettung aus einer Gefahr danken wollte. Vermutlich meinte er damit einen angeblichen Mordanschlag Getas, doch sind auch andere Deutungen möglich. Cassius Dio gibt die Meinung der oppositionellen senatorischen Kreise wieder, der zufolge die Ausdehnung des Bürgerrechts vor allem den Zweck hatte, die Steuereinnahmen zu erhöhen; die von dem Erlass Betroffenen wurden Steuern unterworfen, die nur von römischen Bürgern zu entrichten waren. Solche Steuern waren eine Abgabe auf die Freilassung von Sklaven und die Erbschaftssteuer, die Caracalla damals von 5 auf 10 Prozent verdoppelte. Die Erhöhung der Steuereinnahmen war aber nur eines der Motive Caracallas. Außerdem wollte er die Neubürger wohl als ihm persönlich ergebene Anhängerschaft gewinnen, um auf diese Art die Feindschaft der traditionellen Elite, bei der er wegen seiner Terrorherrschaft verhasst war, zu kompensieren und so seine Machtbasis zu stärken. Zahlreiche Neubürger nahmen den Namen des Kaisers (Aurelius) an, der dadurch außerordentlich häufig wurde.
Caracalla Da Caracalla sich durch seinen Terror unzählige Feinde schuf, besonders in der Oberschicht, war er zur Erhaltung seiner Macht ganz auf das Heer angewiesen und für seine persönliche Sicherheit auf seine skythischen und germanischen Leibwächter. Die Unterstützung der Soldaten gewann er, indem er ihren Sold stark erhöhte und sie mit häufigen üppigen Sonderzuwendungen (Donativen) beschenkte. Das Ausmaß der Solderhöhung betrug 50 Prozent, wobei der schon von Septimius Severus deutlich erhöhte Sold die Berechnungsgrundlage bildete. Nach einer von Cassius Dio mitgeteilten Schätzung betrug der dafür erforderliche jährliche Mehraufwand 280 Millionen Sesterzen (70 Millionen Denare). Diese Steigerung der militärischen Personalkosten war jedoch finanzpolitisch verhängnisvoll. Die Bevorzugung des Militärs war nur auf Kosten des wirtschaftlich produktiven Teils der Bevölkerung und der Geldwertstabilität möglich und erzeugte bei den so verwöhnten Soldaten maßlose Erwartungen. Spätere Herrscher konnten diese Entwicklung nicht mehr umkehren, ohne ihren sofortigen Sturz zu riskieren. Somit stellte Caracalla die Weichen für das künftige Soldatenkaisertum. Seine Politik trug dazu bei, dass später die mit dem modernen Schlagwort „Reichskrise des 3. Jahrhunderts“ bezeichneten Entwicklungen eintraten. Unter ihm verstärkten sich problematische Faktoren, welche die Wirtschaft im weiteren Verlauf des 3. Jahrhunderts stark belasteten. Allerdings bestanden schon vor seinem Regierungsantritt gravierende strukturelle Probleme.
Caracalla Caracalla teilte große Provinzen auf, wohl um eine gefährliche Machtzusammenballung in der Hand der Provinzstatthalter zu verhindern. Kein Statthalter sollte mehr als zwei Legionen unter seinem Kommando haben. Britannien teilte er in die zwei Provinzen Britannia superior und Britannia inferior. In Hispanien trennte er von der großen Provinz Hispania citerior oder Tarraconensis eine neue Provinz ab, die er "Hispania nova citerior Antoniniana" nannte. Sie befand sich im Nordwesten der Halbinsel nördlich des Duero. Ihre Existenz ist nur aus Inschriften erschlossen und ihre Ausdehnung ist nicht genau bekannt, denn sie wurde bereits spätestens in den dreißiger Jahren des 3. Jahrhunderts wieder mit der Tarraconensis vereinigt.
Caracalla Erst nach tagelangem Zögern ließen sich die Soldaten überreden, Macrinus am 11. April zum Kaiser auszurufen. Caracalla wurde in Rom im Mausoleum Hadriani beigesetzt.
Caracalla Eine Vorstellung von seinem Aussehen und vor allem von dem Eindruck, den er erwecken wollte, vermitteln insbesondere die zahlreichen erhaltenen Plastiken. Auch die Münzbildnisse sind aussagekräftig. Darstellungen des jungen Caracalla sind kaum von denen Getas zu unterscheiden. Zahlreiche Porträts aus der Zeit seiner Alleinherrschaft zeigen den Kaiser mit zusammengezogenen Stirnmuskeln und Augenbrauen; mit der grimmigen Miene sollte seine Willensstärke und Gewaltbereitschaft demonstriert werden. Offenbar zielte diese Selbstdarstellung auf Einschüchterung. Zugleich sollten damit die soldatischen Qualitäten des Kaisers betont werden.
Caracalla Heinz Bernhard Wiggers hat bei der Rundplastik fünf Haupttypen unterschieden, die bei ihm meist nach den Fundorten der typbestimmenden Leitstücke benannt sind. Die spätere Forschung ist ihm hinsichtlich dieser Gruppierung gefolgt, benennt und datiert aber zum Teil anders. Die Typen sind:
Caracalla Schon zu Caracallas Lebzeiten kursierten anscheinend Gerüchte über eine sexuelle Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter Julia Domna nach dem Tod seines Vaters. Dies war eine Verleumdung, die sich im Lauf der Zeit zu einer Legende auswuchs. Der Chronograph von 354 teilt sie wie eine Tatsache mit. In Wirklichkeit war das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn nach dem Mord an Geta schlecht, obwohl Julia Domna offiziell geehrt wurde. Inzest war ein Topos der Tyrannendarstellung und wurde schon Nero unterstellt.