Top 10 ähnliche Wörter oder Synonyme für boreale

subalpine    0.832554

submediterrane    0.827217

waldtundra    0.826939

borealen    0.825583

subarktische    0.820201

submeridionalen    0.809844

montane    0.799478

tundren    0.797856

temperate    0.796091

nadelwälder    0.792187

Top 30 analoge Wörter oder Synonyme für boreale

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Enallagma boreale Enallagma boreale ist eine Kleinlibellenart aus der Familie der Schlanklibellen (Coenagrionidae), die in großen Teilen Kanadas und Nordamerikas verbreitet ist und in nördlichen Breiten sehr häufig werden kann. Besiedelt werden Teiche und Randbereiche größerer Seen mit hohen Anteilen aus dem Wasser ragender Vegetation. "Enallagma boreale" ist ein typischer Vertreter der zahlreichen Gruppe blau gefärbter Becherjungfern und ist den anderen Mitgliedern zum Verwechseln ähnlich, vor allem der ihr auch in den ökologischen Ansprüchen nahezu gleichenden "Enallagma annexum". Das Artepitheton "boreale" ist abgeleitet von altgriechisch "boreas", was „Kälte“ bedeutet und zugleich auf Boreas verweist, den griechischen Gott des winterlichen Nordwinds, und wurde vom Erstbeschreiber Edmond de Selys-Longchamps als Hinweis auf den Verbreitungsschwerpunkt gewählt.
Enallagma boreale "Enallagma boreale" ist eine typische Schlanklibelle mit einer Körperlänge von 28 bis 36 Millimetern und einer Länge des Hinterflügels von 17 bis 22 Millimetern. Die Männchen haben eine hellblaue Grundfarbe mit großen tropfenförmigen und ebenfalls blauen Postokularflecken auf der dem Körper zugewandten Seite der Facettenaugen. Diese sind mit der Spitze zueinander ausgerichtet und über eine Linie miteinander verbunden. Die Augen sind oberseits dunkel, so dass sie wie von einer Kappe bedeckt wirken. Der sich auf der Oberseite des Vorderkörpers (Thorax) befindende Mittelstreifen ist auffällig breit, die seitlichen Humeralstreifen dagegen schmal. Auf den darunterliegenden hellblauen Thoraxseiten befinden sich zwei Thoraxseitenstreifen, der obere ist nur sehr rudimentär oder gar nicht ausgebildet, so dass die Thoraxseitenfläche wie ohne Zeichnung erscheint. Das lang gestreckte Abdomen ist mit einer schlanklibellentypischen Zeichnung versehen. Das zweite Segment trägt an seinem unteren Ende einen breiten schwarzen, schirmförmig gebogenen Querstrich, der sich bei einigen Exemplaren bis zum Segmentende erstrecken kann. Bei Vertretern im Osten des Verbreitungsgebietes ist dieser Querstrich signifikant größer. Auf den weiteren Segmenten drei bis fünf befinden sich, jeweils am caudalen Ende gelegene schwarze Ringe, der breiteste auf dem fünften Segment. Der Großteil der Segmente sechs und sieben ist schwarz, das achte und neunte Abdominalsegment sind ganz blau, das zehnte oberseits wieder schwarz.
Boreale Zone Die Bezeichnung "boreale Zone" ist abgeleitet von griechisch "boreas", was „Norden“ bedeutet und zugleich auf Boreas verweist, den griechischen Gott des winterlichen Nordwinds.
Boreale Zone Südwärts schließen sich die Mittelbreiten an, die je nach Regenmenge als Wald oder Steppe ausgeprägt sein können. Auch hier ist der Übergang nicht abrupt, sondern Nadelwald und Laubwald, bzw. Nadelbäume und waldfreie Steppe gehen ineinander über. Ungefähr sechs Monate muss die Vegetationsperiode andauern, damit man von der warm-gemäßigten Zone spricht: nördlich davon in der borealen Zone ist, plakativ gesprochen, der Winter länger als der Sommer. Nach Treter fällt die Südgrenze der borealen Zonen ungefähr mit der 18-°C-Juli-Isotherme zusammen.
Boreale Zone Das kaltgemäßigte Klima ist charakterisiert durch lange, kalte Winter und kurze, mäßig warme Sommer. Die Temperaturen erreichen Minimalwerte bis zu −40 °C im Winter im Inneren der Kontinente (bis -70 °C im kontinentalen Ostsibirien) und steigen im Sommer während zwei bis drei Monaten auf Mitteltemperaturen über 10 °C. Ganz wesentlich wird das Klima durch die arktische Kaltluft bestimmt – im Winter liegt die Arktikfront oft an der Südgrenze der borealen Zone, während im Sommer wärmere Luftströmungen von Pazifik oder Atlantik bestimmend sind. Die Vegetationsperiode liegt meist bei vier bis fünf Monaten. Kürzer noch, aber auch wärmer, sind die Sommer im kontinentalen Klima, unter ozeanischem Einfluss ist der Sommer zwar länger, aber bleibt auch kühler. Bleibt die Durchschnittstemperatur unter 0 °C, bildet sich Permafrostboden, die Grenze des Permafrosts ist allerdings nicht identisch mit der Grenze der borealen Zone.
Boreale Zone Die Temperaturunterschiede zwischen einzelnen Regionen innerhalb der borealen Zone können aufgrund unterschiedlicher Kontinentalität oder Ozeanität sehr hoch sein. Der kaltkontinentale Klimatyp, der z. B. in der sibirischen Taiga vorkommt, steht für außerordentlich kalte Winter, bei denen die Temperatur bis auf -70 °C absinken kann. Dem gegenüber stehen relativ warme, kurze Sommer mit Temperaturmaxima von +30 °C. Die Jahresmitteltemperatur ist dort mit -10 °C sehr niedrig. Diese kontinentalen Stellen der borealen Zone weisen die höchsten Temperaturamplituden auf. Der kaltozeanische Klimatyp, z. B. aus dem südlichen Alaska oder aus Norwegen, weist hingegen etwas kühlere Sommer, aber auch mildere Winter auf. Die Temperaturamplituden sind hier nicht so hoch, die Jahresmitteltemperaturen höher. Die Schneemächtigkeit und allgemein die Niederschläge sind hier höher.
Boreale Zone Nadelwälder und Moore bestimmen die Flora. Nadelbäume aus den Gattungen Fichte, Tanne, Lärche und Kiefer bilden teils gemischte, häufig aber monodominante Bestände. Die Bäume sind windbestäubt und verbreiten ihre Samen meist durch den Wind. Die Bestände erreichen eine Höhe von etwa zwanzig Metern, die Bäume konkurrieren nicht so sehr um das Licht wie um die Nährstoffe im Boden. Der hohe Nährstoffbedarf der Laubbäume, um jedes Frühjahr neue Blätter zu bilden, wird auch als entscheidend für die Dominanz der Nadelbäume angesehen. Zudem können die Immergrünen die kurze Vegetationszeit besser ausnutzen. (In Asien wird die boreale Waldgrenze allerdings von der sommergrünen Dahurischen Lärche ("Larix gmelinii") gebildet, die in Ostsibirien auf weiten Flächen dominiert.) In der Strauchschicht finden sich Laubgehölze, hauptsächlich Birken, Pappeln, Weiden und Erlen. Hier kommt auch häufiger Bestäubung und Samenverbreitung durch Tiere vor, etwa bei Mehlbeeren, Schneeball, Moltebeere, Schwedischem Hartriegel sowie den verschiedenen Zwergsträuchern aus der Familie der Heidekrautgewächse, etwa den Heidelbeeren. Dicht am Boden wachsen noch Moose und Flechten, sie sind in der Krautschicht häufiger als Gefäßpflanzen. Pilze sind in großer Menge vorhanden, alle Gehölze gehen eine Symbiose mit ihnen ein (Mykorrhiza).
Boreale Zone Die Verjüngung oder Veränderung der Ökosysteme erfolgt oft auf größeren Flächen im Gleichtakt: Ereignisse wie Waldbrände, Sturmschäden auf den flachgründig auftauenden Böden, Überschwemmungen oder Verlandung, Schäden durch Tiere erfassen die Wälder so häufig, dass die Bäume meist nicht ihr Höchstalter erreichen, sondern großflächig absterben und durch eine neue Generation ersetzt werden. Die kraut- und strauchreichen Sukzessionsflächen sind für viele Tier- und Pflanzenarten ein wichtiger Lebensraum. Besonders durch Waldbrände wird die angesammelte Streu mineralisiert und auf der nährstoffreichen, besonnten Asche wachsen Stauden und Laubgehölze.
Chasma Boreale Fishbaugh und Head (2001b) deuten Chasma Boreale als Gletscherlaufstruktur, die dann in ihrem Spätstadium von den katabatischen Fallwinden der Eiskappe und Sublimationsprozessen morphologisch überprägt wurde. Zur Verflüssigung der Eissohle führende Schmelzprozesse waren bereits von Clifford (1987) in Erwägung gezogen worden. Spekulativ bleibt die Ursache des Schmelzvorgangs, in Betracht kommen Vulkanismus, Meteoritenbombardement, gravitatives, durch die Überlast des Eises bedingtes Aufschmelzen oder eine mögliche Kombination dieser Faktoren. Der Schmelzwasserdurchbruch muss jedenfalls gigantisch gewesen sein. Mit Erreichen des vorlagernden Tieflandes verlangsamte sich der Wassereisstrom und breitete sich fächerförmig aus. Der Fluss kam schließlich aufgestaut in einem riesigen See im Vorland zum Stehen und setzte eine mehrere Meter dicke Sedimentlage ab. Mehrere kleinere Chasmata in der Nachbarschaft werden als vergleichbar in ihrer Entstehung angesehen. Katabatische Prozesse haben sicherlich ihre Bedeutung, jedoch wohl mehr bei der letztlichen Ausformung der Spiralfurchen auf der Eiskappe selbst und bei der Gestaltung der Dünenfelder im Chasma und im Vorland.
Boreale Zone Die boreale Zone ist eine der neun weltumspannenden Ökozonen nach J. Schultz. Sie nimmt heute etwa 13,1 % der irdischen Landoberfläche ein. Anfang des 21. Jahrhunderts sind davon noch etwa 70 % in einem weitgehend naturnahen Zustand.